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Gicht: Therapie

Beim akuten Gichtanfall helfen Medikamente. Langfristig kann die Krankheit auch über eine gesunde Lebensweise mit der richtigen Ernährung günstig beeinflusst werden


Die richtige Ernährung und Medikamente sind wichtige Säulen der Therapie

Gegen den akuten Gichtanfall verschreibt der Arzt Medikamente. Infrage kommen:

  • bestimmte entzündungshemmende kortisonfreie Antirheumatika
  • Colchicin
  • Kortisonpräparate als Tabletten oder als Spritze ins Gelenk.

Außerdem wird er einige Allgemeinmaßnahmen empfehlen:

  • das betroffene Gelenk hoch lagern
  • gegebenenfalls Bettruhe
  • die Bettdecke vom empfindlichen Gelenk fernhalten
  • kühlende Umschläge
  • ausreichend trinken.

Nach der Akutphase zielt die Dauerbehandlung der Gicht darauf ab, den Harnsäurespiegel zu normalisieren und stabil zu halten sowie zu verhindern, dass wiederholt Gichtanfälle auftreten und die Krankheit weiter fortschreitet.

Folgende Medikamente kommen dabei zum Einsatz:

  • Colchicin, für einige Monate begleitend zur übrigen Medikation zur Vorbeugung von Gichtanfällen
  • Allopurinol, ein Medikament, das die Bildung der Harnsäure unterdrückt (ein sogenanntes Urikostatikum)
  • Febuxostat, ein neu entwickelter Wirkstoff. Er kann alternativ zu Allopurinol eingesetzt werden, um erhöhte Harnsäurespiegel zu senken, die bereits zu Ablagerungen geführt haben
  • Medikamente, die die Ausscheidung von Harnsäure fördern (Urikosurika), zum Beispiel Benzbromaron
  • gegebenenfalls Medikamente gegen Schmerzen und Entzündung.

 

Wichtig: Lebens- und Essgewohnheiten ändern

  • sehr üppige Mahlzeiten, Fasten und Durstphasen vermeiden
  • mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag trinken, sofern aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht
  • Alkoholgenuss stoppen
  • Übergewicht langsam reduzieren – durch gesunde Ernährung und viel Bewegung. Auf "Radikaldiäten" verzichten
  • Körperliche Aktivität. Sie hilft, den Harnsäurespiegel zu senken

Der Arzt wird außerdem die Harnsäurewerte im Blut regelmäßig überprüfen. Bei chronischer Gicht mit Gelenkschmerzen können eventuell physikalische Therapien lindernd wirken.




Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF
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Weitere Informationen gibt es z.B. auf folgenden externen Seiten:

www.apotheken-umschau.de; aktualisiert am 12.08.2013, erstellt am 13.09.2005
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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