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Gicht:
Symptome

Der erste Gichtanfall verursacht oft heftige Schmerzen in einem einzelnen Gelenk. Werden die akuten Zeichen der Krankheit nicht ernst genommen und konsequent behandelt, drohen langfristig chronische Beschwerden


Gichtanfall: Das Fingergelenk ist rot und geschwollen

Der erste Gichtanfall zeigt sich meistens an einem einzigen Gelenk (akute Gichtarthritis). Sehr häufig handelt es sich dabei um das Grundgelenk der großen Zehe. Diese Form der Gicht wird auch Podagra genannt. Andere Gelenke, die ebenfalls oft befallen werden, sind Mittelfußgelenke, Sprung- und Kniegelenke, sowie Daumengrundgelenke.

Wie macht sich ein Gichtanfall bemerkbar?

Tückischerweise tritt ein akuter Gichtanfall fast immer ohne Vorwarnung bei scheinbar völlig gesunden Menschen auf. Die Betroffenen werden meist nachts oder in den frühen Morgenstunden ganz plötzlich von einer sehr schweren Schmerzattacke überfallen. Typischerweise ist das kranke Gelenk extrem berührungsempfindlich und bewegungsschmerzhaft, es ist außerdem teigig geschwollen, gerötet oder bläulich verfärbt und heiß. Der Anfall wird vielfach auch von Fieber begleitet.


Der akute Zustand kann mehrere Stunden und sogar Tage lang andauern, wenn keine geeignete Therapie erfolgt. Ohne weitere ärztliche Behandlung werden sich die akuten Attacken wiederholen, können dann in immer kürzeren Abständen auftreten und jeweils länger anhalten sowie auf andere Gelenke übergreifen.

Was sind Gicht-Tophi?

Harnsäurekristalle lagern sich in Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen, Haut, Ohrknorpel und Nieren ab. Es können sich – vor allem an der Ohrmuschel, im Gelenk oder seiner Umgebung – sichtbare Knötchen bilden, sogenannte Gicht-Tophi. Das sind größere Verklumpungen von Harnsäurekristallen. Dank moderner Therapiemethoden kommen Tophi heutzutage aber nur noch selten vor.

Wird die Krankheit nicht ausreichend behandelt, führt sie zu ernsten Komplikationen: dazu gehören chronische Gelenkentzündungen und –deformierungen mit Knochenschäden, Schleimbeutelentzündungen, Nierensteine und eine Nierenschwäche bis hin zum Nierenversagen (Gichtniere). Bei dieser chronischen Gicht leiden Betroffene oft unter anhaltenden Gelenkschmerzen oder Gelenkschwellungen.

Die frühzeitige Therapie hilft, solche schweren Folgen zu vermeiden.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 06.02.2012
Bildnachweis: Prof. Manger, Universität Erlangen

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