Es gibt eine Reihe von Erregern, die gegen die gängigen Medikamente resistent geworden sind. Das bedeutet, dass die Erreger gegenüber dem Wirkstoff einen „Schutzmechanismus“ entwickelt haben. Deshalb sollte bei solchen Entzündungen ein Abstrich (auch bei der Partnerin) durchgeführt werden. So lässt sich im Labor feststellen, um welchen Erreger es sich genau handelt und gegen welche Medikamente dieser nicht resistent ist.
Wenn eine Vorhautverengung (Phimose) die Ursache für die Balanitis ist, sollte bei wiederkehrenden und nicht richtig ausheilenden Entzündungen eine Beschneidung erfolgen.
Auch ein Pingpong-Effekt (wechselweise Übertragung der Entzündung zwischen den Geschlechtspartnern) kann eine Rolle spielen, deshalb sollten sich im Anlassfall immer beide Partner behandeln lassen.
Zudem gibt es allergische Reaktionen oder selten auch bösartige Veränderungen, die wie eine Balanitis aussehen. Wenn die Symptome also nicht verschwinden oder immer wieder auftreten, sollten der Arzt oder die Ärztin gezielt nach anderen möglichen Ursachen suchen.
Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler, Dr. med. Marcel Hruza
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21.06.2007, aktualisiert am 03.05.2012
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