Zur Therapie der Gonorrhö verordnet der Arzt Antibiotika zum Einnehmen, welche Gonokokken abtöten können. Gegen viele ältere Wirkstoffe ist der Krankheitserreger bereits unempfindlich (resistent) geworden. Deshalb wählt der Arzt möglichst modere Arzneien aus. Dazu gehören sogenannte Cephalosporine der dritten Generation.
Das Medikament wird entweder als Spritze in den Muskel oder in Form einer Tablette verabreicht. Hat die Infektion bereits zu Komplikationen geführt – zum Beispiel zur Prostata- oder Gebärmutterentzündung – erhält der Patient die Antibiotika über mehrere Tage per Infusion in die Vene.
Etwa eine Woche nach Ende der Antibiotika-Therapie ist eine ärztliche Nachkontrolle notwendig, um zu überprüfen, ob die Behandlung angeschlagen hat. Bis das gesichert ist, sollte der Erkrankte auf Geschlechtsverkehr verzichten. Wird eine Gonorrhö frühzeitig behandelt, heilt sie üblicherweise folgenlos aus.
Wichtig: Der Sexualpartner sollte sich ebenfalls untersuchen und wenn nötig mitbehandeln lassen. Er könnte infiziert sein ohne Symptome zu spüren. Dann käme es womöglich zu einer erneuten gegenseitigen Ansteckung (Ping-Pong-Effekt). Manchmal wird Tripper nur zufällig erkannt, und der Zeitpunkt der Infektion kann nicht genau bestimmt werden. Potenziell betroffen sind dann alle Partner, die in den zurückliegenden Monaten Geschlechtsverkehr mit dem Erkrankten hatten.
Kondome können eine Ansteckung mit Gonorrhö verhindern, bieten aber keinen vollständigen Schutz.
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20.05.2011, aktualisiert am 25.04.2012
Bildnachweis: Creatas/ RYF
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