Pilzinfektionen im Intimbereich kommen sehr häufig vor. Es besteht kein Grund zur Scham. Denn anders als oft angenommen ist nicht eine mangelnde, sondern eher eine „übertriebene“ Hygiene schuld.
Scheide beziehungsweise Eichel sollten zwar regelmäßig gründlich, aber am besten nur mit Wasser gereinigt werden. Von Seife und Waschlotions raten Experten eher ab. Sie können die Scheidenflora verändern und vor allem „nützliche“ Bakterien (Milchsäurebakterien) schädigen. Als Folge können sich Pilze ausbreiten und zu einer Entzündung führen.
Unterwäsche aus Baumwolle lässt Luft durch und empfiehlt sich daher eher als Unterhosen aus Synthetikfasern. Die können zu einem Feuchtigkeitsstau führen und dadurch das Pilzwachstum fördern.
Nach einer Pilzbehandlung gehört sämtliche Unterwäsche, benutzte Badetücher und Nachthemden in die Wäsche. Um Pilzsporen in der Kleidung abzutöten, muss die Wäsche bei 90 Grad gekocht werden. Ist dies nicht möglich, kann ein Hygienespüler helfen.
Richtige Toilettenhygiene verhindert, dass Pilze aus dem Darm in die Scheide gelangen. Deshalb gilt: Von vorne nach hinten wischen.
Diabetiker sollten regelmäßig ihren Blutzucker kontrollieren, da ein erhöhter Zuckerspiegel im Blut auch den Pilzen als Nahrung dient und diese sich dadurch vermehren können.
Ob eine zuckerarme Ernährung Pilzinfektionen vorbeugen kann, ist unter Experten nach wie vor sehr umstritten.
www.apotheken-umschau.de;
13.09.2005, aktualisiert am 08.12.2011
Bildnachweis: Jupiter Images GmbH/Thinkstock LLC
Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung