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Pilzerkrankungen im Genitalbereich:
Therapie

Ein Scheidenpilz oder eine Balanitis lässt sich mit lokal wirkenden Antipilzmitteln behandeln. Zusätzlich dazu beziehungsweise wenn dies nicht ausreicht, helfen Tabletten zum Einnehmen


Cremes mit speziellen Wirkstoffen töten die Pilze ab

Die erstmalige unkomplizierte Scheidenpilzinfektion oder Entzündung der Eichel lässt sich gut durch lokal wirksame Antipilzmittel behandeln. Diese Antimykotika hemmen das Pilzwachstum oder töten die Pilze ab. Die Medikamente stehen in Form von Cremes oder Zäpfchen (für die Behandlung der Scheide) zur Verfügung. Wichtig ist, die Mittel ausreichend lange anzuwenden.

Reicht eine lokale Behandlung der Genitalien nicht aus, kommen Tabletten zum Einsatz. Manchmal dringen die Cremes nämlich nicht weit genug in die Schleimhautfalten vor und der Pilz wird nicht vollständig beseitigt. Die Tabletten bekämpfen die Pilze dagegen zuverlässig.


An Wirkstoffen gibt es zum Beispiel Clotrimazol, Miconazol und Fluconazol. Auch andere Pilz-abtötende Substanzen sind zur Behandlung geeignet, etwa Nystatin. In manchen Fällen sind die Pilze gegen bestimmte Medikamente resistent, dann sollte ein anderer Wirkstoff angewendet werden.

Um einer erneuten Pilz-Infektion im Genitalbereich vorzubeugen, müssen auf jeden Fall beide Partner ein Antimykotikum anwenden. Während der Therapie empfiehlt es sich, ein Kondom zu benutzen. Sonst kann es zum sogenannten „Ping-Pong-Effekt“ kommen. Die Pilze gelangen beim ungeschützten Geschlechtsverkehr vom einen auf den anderen Partner, man steckt sich gegenseitig immer wieder von Neuem an.

Liegt ein chronischer Scheidenpilz vor, müssen Frauen über längere Zeit Antipilzmittel einnehmen.



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www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 08.12.2011
Bildnachweis: iStock/danielle

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