TNF-alpha-Hemmer werden bei mittelschweren bis schweren Formen der Erkrankung eingesetzt, wenn zuvor eine Therapie mit Immunsuppressiva wie zum Beispiel Methotrexat und Cyclosporin oder Fumarsäureester sowie Fotochemotherapie (der Hautveränderungen) keinen ausreichenden Erfolg brachte beziehungsweise wegen Unverträglichkeit abgebrochen wurde, oder aber wenn Gegenanzeigen gegen diese bestehen (beispielsweise Blutbildungsstörungen, Lebererkrankungen, Nierenerkrankungen, Magen-Darmerkrankungen). Die Therapie soll die Entzündung reduzieren oder beseitigen, die Schmerzen verringern und die Gelenkfunktion wieder verbessern. Die Dauer der Behandlung hängt vor allem davon ab, wie gut ein Patient darauf anspricht. Eine Beurteilung ist in der Regel nach zwölf Wochen möglich. Tritt nach 14 Wochen keine Wirkung ein, sollte die Behandlung nicht weitergeführt werden. Ob ein nochmaliger Einsatz eines TNF-alpha-Hemmers sinnvoll ist, wird der Arzt bei jedem Betroffenen individuell entscheiden. Eine dauerhafte Heilung ist damit leider nicht möglich, häufig treten vier Wochen nach Absetzen der Substanz wieder Beschwerden auf, die eine erneute Therapie erforderlich machen. Bei akuten oder chronischen Infektionen sollte keine Behandlung mit TNF-alpha-Hemmern erfolgen.
Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Roth
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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 31.01.2007, aktualisiert am 05.03.2012