Ein Wurzelkompressionssyndrom der Halswirbelsäule geht mit Druck auf die Nerven einher. Das führt zu motorischen und sensiblen Ausfällen, das heißt Lähmungen und Gefühlsstörungen an Schulter, Arm oder Hand. Bei einem solchen Krankheitsbild ist eine rasche Operation erforderlich, da sonst bleibende Schäden zu erwarten sind. Ob es möglich ist, einen Bandscheibenvorfall ohne weitere Maßnahmen zu entfernen, hängt letztlich vom Ausmaß des Schadens ab.
Fehlt nach der Operation zu viel Bandscheibengewebe, so entsteht eine Instabilität in diesem Bereich. Diese führt zu einem verstärkten Verschleiß und das wiederum zu erneuten Schmerzen. Man wird also in solchen Fällen in Betracht ziehen, die Bandscheibe zu entfernen und die benachbarten Wirbelkörper zu versteifen (durch eine knöcherne Vereinigung) oder sie durch eine künstliche Bandscheibe zu ersetzen. Eine Bandscheibenprothese darf allerdings nur dann eingesetzt werden, wenn noch keine Verschleißerscheinungen vorhanden sind.
Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Roth
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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 18.02.2007, aktualisiert am 04.04.2012