Klinische Symptome, die auf ein Karpaltunnelsyndrom hinweisen, sind Kribbeln (Parästhesien) und Schmerzen, die in den Unterarm ausstrahlen. Die Beschwerden bestehen vorwiegend nachts oder morgens beim Aufwachen. Bei der Untersuchung lässt sich feststellen, dass sich die Beschwerden bei maximaler Beugung im Handgelenk nach ein bis zwei Minuten verschlimmern (sogenannter Phalen-Test). Der gleiche Effekt zeigt sich, wenn der Nerv im Karpaltunnel mit beiden Daumen für 30 Sekunden gedrückt wird (Karpal-Kompressionstest). Ein typisches Zeichen ist auch der Klopfschmerz über dem Nerv am Handgelenk, einhergehend mit Gefühlsstörungen (Hoffmann-Tinel-Zeichen). Eine Beurteilung der Stärke der Schädigung und die Abgrenzung von anderen Erkrankungen, die ähnliche Beschwerden verursachen können, sind jedoch auch heute nur mittels elektrophysiologischer Untersuchung (Elektromyogramm, EMG und Nervenleitgeschwindigkeit, NLG) möglich.
Priv.-Doz. Dr. med. A. Roth
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surfmed/GesundheitPro.; 18.02.2007, aktualisiert am 08.02.2012