Mit dem richtigen Training können Sie das Nachlassen der geistigen Fähigkeiten im Alter verzögern. Mit Übungen zum Ausdrucken
Wege aus dem Labyrinth: Unser Gehirn braucht ständig neue Herausforderungen, um bis ins hohe Alter leistungsfähig zu bleiben
Das Ergebnis ihrer Studie verblüffte nicht nur die Wissenschaftler der Universität Erlangen-Nürnberg: Nach drei Wochen Kuraufenthalt war der Intelligenzquotient (IQ) der Probanden um durchschnittlich 20 Punkte gesunken. Zwar holten sie diesen Verlust im Alltagsleben schnell wieder auf, doch es stand fest: Wer sein Gehirn nicht fordert, „vergammelt“ geistig.
„Höchste Zeit, etwas dagegen zu unternehmen!“, befanden Dr. Wolfgang Eisenhauer, damals Medizinalreferent, Professor Bernd Fischer, mittlerweile pensionierter Chefarzt der Rehaklinik Klausenbach im Schwarzwald, und Dr. Siegfried Lehrl, seinerzeit akademischer Direktor der Universität Erlangen-Nürnberg. Daher entwickelte das Trio 1981 eine Trainingsmethode für die grauen Zellen und nannte sie Gehirnjogging.
Im Mittelpunkt der Übungen steht der „Arbeitsspeicher“ des Gehirns, über den sämtliche Informationen laufen, die wir bewusst verarbeiten. „Im Gegensatz zum Kurzzeitgedächtnis, das bis zu zwei Tage abspeichern kann, erfasst er einen Zeitraum von fünf bis sechs Sekunden. In diesen nimmt er nicht mehr als fünf bis sechs Einzelheiten auf und vergleicht sie mit dem bereits im Gedächtnis verankerten Wissen“, erklärt Lehrl, heute Präsident der Gesellschaft für Gehirntraining (GfG). „Mit Gehirnjogging können wir die Speicherdauer um einige Sekunden verlängern und die Geschwindigkeit der Informationsverarbeitung steigern.“
Ullrich Jackus / Apotheken Umschau;
02.10.2009, aktualisiert am 04.10.2009
Jörg Jovy, W&B/Dirk Eisermann
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