Gehirnentzündung (Enzephalitis)

Gehirn
Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten können eine Gehirnentzündung hervorrufen, die oft auch die Gehirnhäute und das Rückenmark betrifft

Zusammenfassung:
Alle Arten von Krankheitserregern können in das Gehirn vordringen und dort eine Entzündung hervorrufen, die meisten Gehirnentzündungen gehen aber auf Viren zurück. Am häufigsten handelt es sich um das Herpes- oder das FSME-Virus.
Eine Gehirnentzündung macht sich häufig durch rasende Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen bemerkbar. Dazu kommen hohes Fieber, Sprechstörungen und Sehstörungen mit Doppeltsehen. Sofort den Rettungsdienst rufen oder in eine Notfallambulanz. Die Behandlung richtet sich nach der Art der Erreger.
Vom Erreger hängt es auch ab, wie gefährlich die Gehirnhautentzündung ist. Beim Herpes-Virus liegt die Sterberate bei 20 Prozent, beim FSME-Virus bei zwei Prozent. Nach einer Gehirnentzündung können anhaltende Gehirn- oder Nervenschäden auftreten.

Der Abwehrkampf des Immunsystems gegen Krankheitserreger äußert sich immer auch als Entzündung. Wenn Erreger in das Gehirn gelangen, hat das besonders schwere Folgen. Die Schädigung des Gewebes durch die Krankheitserreger und ihre Produkte sowie die immer mit einer Schwellung verbundene Abwehrreaktion des Körpers stören und schädigen das Organ Gehirn, von dem alle anderen Organe abhängen. Gehirnentzündungen kommen häufig kombiniert mit Gehirnhautentzündungen vor. In Summe liegt die Häufigkeit bei 15 von 100.000.
 
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.
Letzte Aktualisierung:
12.04.2007 (Inge Smolek)

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