Gehirnblutung

Blutungen aus Gefäßen im Inneren des Gehirns sind für bis zu 15 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich (auf der Grafik links dargestellt. Um das komplette Bild zu sehen, bitte auf die Lupe klicken)

Zusammenfassung:
Blutungen im Schädelinneren können auf das Gehirn und die Blutgefäße drücken und damit die Versorgung von kleineren oder größeren Gehirnarealen unterbinden. Gehirnblutungen können auf innere Ursachen (z.B. Bluthochdruck) oder äußere Ursachen (z.B. Schädel-Hirn-Trauma) zurück gehen.
Der Betroffene leidet unter rasenden Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Relativ häufig sind eine oder beide Pupillen starr. Es kann auch eine halbseitige Gliederschwäche oder Lähmung auftreten. Das Bewusstsein kann eingeschränkt sein. Das kann von Orientierungslosigkeit bis zum Koma reichen. Wie weit die Folgen der Gehirnblutung wieder rückgängig gemacht werden können, hängt von Ort und Ausmaß der Blutung ab. Entscheidend ist aber auch, dass der Betroffene möglichst schnell die richtige Behandlung bekommt.

Blutansammlungen im Schädelinneren drücken auf das Gehirn, das im knöchernen Schädel nicht ausweichen kann. Dabei werden auch Blutgefäße abgedrückt, die Blut- und damit auch die Sauerstoffzufuhr ins Gehirn werden behindert oder unterbunden. Die Nervenzellen im Gehirn reagieren sehr empfindlich auf Sauerstoffmangel und stellen ihre Tätigkeit sofort ein. Bleibt der Sauerstoff aus, sterben sie innerhalb weniger Minuten ab. Das führt zu einem Funktionsverlust von kleineren oder größeren Regionen im Gehirn.
Drückt die Blutung direkt oder indirekt auf Teile des zentral gelegenen Stammhirns, besteht Lebensgefahr. Durch diese Region laufen viele Blutgefäße, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen. Werden sie abgeschnürt, führt das innerhalb von Minuten zum Tod.
Pro Jahr treten 200 - 350 Gehirnblutungen auf 100.000 Einwohner auf.
 
Diese Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen, sondern können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit dem Arzt vorzubereiten. Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann nur im persönlichen Gespräch zwischen Arzt und Patient festgelegt werden.
Letzte Aktualisierung:
26.11.2007 (Patricia Herzberger)