Gefäßprothesen, die zur Behandlung von Aussackungen der Bauchaorta eingepflanzt werden, müssen regelmäßig auf lebensgefährliche Lecks überprüft werden. Derzeit geschieht dies mit Hilfe der Computertomografie, doch eine Entwicklung am Helmholtz- Institut der Rheinisch- Westfälischen Technischen Hochschule Aachen könnte solch aufwendige Untersuchungen überflüssig machen. Prof. Thomas Schmitz-Rode und Dr.-Ing. Uwe Schnakenberg haben einen Messfühler konstruiert, der ein Leck sofort aufspürt. Herzstück des zwei Zentimeter langen und wenige Millimeter dicken Fühlers ist ein Chip zur Druckermittlung. Der Mantel besteht aus körperverträglichem Silikon, das weder Blutgerinnsel auslöst noch unerwünschte Immunreaktionen hervorruft. „Der Messfühler ist fertig und wurde im Tiermodell bereits erfolgreich getestet“, sagt Schnakenberg.
So funktioniert die Leck-Überwachung
Der Arzt überbrückt die Gefäßaussackung mit einer Prothese (1). Bevor der letzte Teil der Prothese eingesetzt wird, schiebt er den Minifühler per Katheter in die Aussackung (2). Dort wird der Sensor durch Spreizen der Haltebeine ver ankert. Leckt die Prothese, registriert der Fühler den steigenden Druck im Aneurysma und meldet ihn mittels elektromagnetischer Wellen an die Lesestation. Die Therapie kann rechtzeitig anlaufen.
Apotheken Umschau
Apotheken Umschau;
05.08.2005, aktualisiert am 27.06.2010
Bildnachweis: PhotoDisc/RYF
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