Revaskularisierung: Die Engstelle wird mit einem Ballon aufgedehnt. Manchmal wird auch ein Metallgeflecht - ein sogenannter Stent – eingebaut, der die Engstelle offen halten soll
Die Behandlung der PAVK setzt zu allererst an den Risikofaktoren an: Sie sollten soweit wie möglich beseitigt werden, um einer weiteren Verengung der Arterien vorzubeugen und damit die Gefahr von Amputationen und potenziell lebensbedrohlichen Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall zu verringern. Besonders wichtig ist es dabei, das Rauchen aufzugeben. Eine Gewichtsnormalisierung bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, eine gesunde, fettarme und ballaststoffreiche Ernährung sowie eine möglichst optimale Therapie von Krankheiten und Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und erhöhtem Cholesterinspiegel sind ebenfalls entscheidend.
Medikamente
In allen Stadien der PAVK sollte ein Fortschreiten der Erkrankung durch Medikamente verlangsamt werden, die das Zusammenklumpen der Blutplättchen – die Thrombozytenaggregation – hemmen. Hierzu zählen zum Beispiel Acetylsalicylsäure und Clopidogrel. Selten sind stark blutverdünnende Medikamente wie Phenprocoumon notwendig.
Falls andere Verfahren nicht in Frage kommen, werden Medikamente eingesetzt, deren Ziel es ist, die Durchblutung zu verbessern. Hierzu stehen verschiedene Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen zur Verfügung:
Bewegungstherapie
Vor allem im Stadium II der PAVK sind Gehtraining und Fußrollübungen (bei Gefäßverengungen an den Armen Faustschlussübungen) wichtig, um die Ausbildung von Umgehungskreisläufen (Kollateralen) zu fördern. Das Training muss dreimal täglich für jeweils etwa 30 Minuten durchgeführt werden, bis ein leichter Schmerz im betroffenen Körperabschnitt auftritt.
Revaskularisierung
Als Revaskularisation bezeichnet man die Wiederherstellung einer Durchblutung in Bereichen, in denen sie zuvor durch die Engstelle eingeschränkt war. Diese Behandlungsmethoden kommen im Stadium II der PAVK zur Verbesserung der schmerzfreien Gehstrecke und in den Stadien III und IV zur Rettung der Extremität zum Einsatz. Bei der perkutanen transluminaren Angioplastie wird die verengte Ader mittels eines kleinen Ballons aufgedehnt. In einem Eingriff wird ein mit einem Ballon versehener schlauchförmiger Gefäßkatheter bis zu der verengten Stelle eingeführt. Geht es um Schlagadern am Bein, wird der Zugang üblicherweise in der Leiste über die dort relativ gut erreichbar liegende Oberschenkelschlagader gewählt. An der verengten Stelle bläst der Arzt dann den Ballon auf und dehnt das Gefäß wieder auf. Anschließend wird häufig ein sogenannter Stent eingesetzt; dies ist ein kleines röhrchenförmiges Gittergerüst aus Metall, welches die Gefäßwand stabilisieren und vor einem erneuten Verschluss schützen soll. Im Rahmen der PTA kann auch gleichzeitig eine Thrombolyse erfolgen – hierbei wird über den Katheter direkt an der Engstelle ein Medikament eingebracht, das die Blutgerinnsel im Gefäß auflösen soll.
Operative Verfahren
In manchen Fällen kommt auch eine Operation als Therapie infrage.
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13.09.2005, aktualisiert am 13.10.2011
Bildnachweis: W&B/Szczesny
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