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Durchblutungsstörungen der Extremitäten (PAVK)
Diagnose

Erste Anhaltspunkte auf Durchblutungsstörungen erhält der Arzt, indem er den Puls fühlt und die Gefäße abhört. Ultraschall und Röntgenuntersuchungen können dann helfen, die Engstellen zu lokalisieren


Suche nach Engstellen: Angiografie der Gefäße am Unterschenkel

Der Arzt wird sich bei einem Verdacht auf eine PAVK zunächst nach den typischen Beschwerden, wie belastungsabhängigen Schmerzen in den Beinen, erkundigen. Auch fragt er nach  Risikofaktoren für eine Arteriosklerose wie  Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes mellitus etc. Symptome wie Brustschmerzen und eine Brustenge unter Belastung können auf eine Koronare Herzkrankheit (KHK) hindeuten, die häufig mit der PAVK vergesellschaftet ist. Auch Potenzbeschwerden beim Mann können auf eine Gefäßerkrankung hinweisen.

Bei der Untersuchung achtet der Arzt insbesondere auf die Hautfarbe und Hauttemperatur und eventuell vorliegende Wunden. Er tastet die Pulse an den Armen, den Leisten, der Kniekehle und den Füssen. Ist der Puls an einer dieser Stellen nicht tastbar, spricht dies für eine deutliche Gefäßverengung. Der Arzt misst zudem den Blutdruck und hört die Herztöne sowie die Gefäße mit dem Stethoskop ab. Anhand der Strömungsgeräusche kann er dabei eventuell ebenfalls schon einen Verdacht auf Engstellen erhalten. Bei der Lagerungsprobe nach Ratschow werden die Beine des Untersuchten über etwa eine Minute hoch gelagert. Dabei führen die Füße kreisende Bewegungen aus. Anschließend darf er der Patient sie herabhängen lassen. Besteht eine arterielle Verschlusskrankheit, erblasst der betroffene Fuß beim Hochlagern, da er unzureichend durchblutet wird. Beim Herabhängen wird er erst später als der andere Fuß wieder rosig. Bei Beschwerden in den Beinen kann die schmerzfreie Gehstrecke zur Stadieneinteilung beispielsweise mit Hilfe eines Laufbands bestimmt werden.


Eine Blut-Untersuchung kann weiteren Aufschluss über das Vorliegen von Risikofaktoren für eine Arteriosklerose geben. Vor allem interessieren der Blutzucker-Wert als Hinweis auf einen möglicherweise vorliegenden Diabetes und die Blutfette.

Mit der Dopplerdruckmessung kann ein Beleg für eine Durchblutungsstörung an den Beinen erlangt werden. Dabei wird mit Hilfe eines Ultraschallgeräts der Blutdruck in den Beinen bestimmt. Der Arzt verwendet dazu einen kleinen, stiftförmigen Ultraschallkopf, mit dem er den Blutfluss am zu untersuchenden Arm oder Bein hörbar macht. Dann legt er eine Blutdruckmanschette an und pumpt diese auf.  Ab einem bestimmten Druck nimmt der über ein Geräusch hörbar gemachte Blutfluss hinter der Manschette (also zum Beispiel am Fuß oder Handgelenk) ab und versiegt schließlich ganz. Anschließend lässt der Arzt langsam die Luft aus der Blutdruckmanschette ab und bestimmt  den Druck, ab dem das Dopplergerät wieder einen Blutfluss registriert. So kann der Blutdruck an beiden Armen und beiden Unterschenkeln gemessen werden. Aus diesen Drücken wird der sogenannte Dopplerindex als Blutdruck im Knöchelbereich durch Blutdruck im Oberarm errechnet. Weil der Druck in den Beinen im Normalfall etwa gleich groß oder etwas höher ist als der in den Armen, liegt der errechnete Wert normalerweise über eins. Werte kleiner 0,9 weisen auf eine Durchblutungsstörung der Beine hin.

Mit einer Oszillographie werden mit Hilfe von Druckmanschetten Volumenschwankungen an Oberschenkel, Unterschenkel und Fuß gemessen, die normalerweise durch jeden Herzschlag verursacht werden. Verminderte Volumenschwankungen deuten auf Durchblutungshindernisse hin.

Um das Ausmaß der Durchblutungsstörungen der Extremitäten genau zu bestimmen und die verengte oder verschlossene Stelle orten zu können, eignen sich folgende Untersuchungen, die größtenteils von entsprechenden Spezialisten durchgeführt werden:

Ultraschall-Untersuchungen ermöglichen es dem Arzt, die Blutgefäße sichtbar zu machen. Mit der so genannten Farbdoppler-Sonografie kann auch der Blutfluss farblich dargestellt werden. Engstellen in für Ultraschall gut zugänglichen Gefäßen lassen sich so ermitteln.

Insbesondere zur Planung der Behandlung sind folgende Untersuchungen hilfreich:

  • Die Angiografie ist eine Röntgen-Untersuchung mit Kontrastmittel, das in die Blutbahn des Betroffenen gespritzt wird. So können die Arterien und ihre Engstellen sichtbar gemacht werden.
  • Die Magnet-Resonanz-(MR-)Angiografie kommt immer häufiger zur Anwendung. Sie erfolgt ohne Röntgenstrahlen auf Basis einer Kernspintomografie (MRT).

 



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Weitere Informationen auf externen Seiten

www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 13.10.2011
Bildnachweis: Mauritius/Angigraphy

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