Zuerst nannten die Mediziner ihnen Probanden ein Wort. Nun sollten sich die Studenten verschiedene Gedanken zu dem Objekt machen. Wie würde ein Gemälde mit gleichnamigem Titel aussehen? Wie würde ein Mensch mit dem genannten Gegenstand hantieren? Wie buchstabiert man das Wort rückwärts? Die Bilder, die das MRT währenddessen lieferte, speicherten die Mediziner ab.
20 Minuten später nannten die Forscher ihren den Studenten die Worte erneut. Sie baten die jungen Leute, die damit verbundenen Details Revue passieren zu lassen. Wieder überprüften sie dabei die zu Gehirnaktivität. Die dabei entstandenen MRT-Bilder verglichen die Forscher mit denen aus dem ersten Durchlauf.
Begriffe, die die Studenten deutlich erinnerten, lieferten Bilder, die dem Original sehr stark ähnelten. Bei den Worten, die den Denksportlern scheinbar entfallen waren, zeigten sich die Abbildungen der Gehirnaktivität zwar nicht mehr so stark, waren durch ihr Muster aber immer noch deutlich dem Original zuzuordnen. "Das zeigt uns, dass das Gehirn eine Information abspeichert, auch wenn der Proband sich dessen nicht bewusst ist", erläutert der Studienleiter Jeff Johnson von der UCI.
Die Mediziner wollen ihre Erkenntnisse nutzen, um zu verstehen, weshalb das Erinnerungsvermögen im Alter nachlässt. Oder ob es Möglichkeiten gibt, ein traumatisches Erlebnis, welches in Vergessenheit geraten soll, aus dem abrufbaren Teil des Gehirns zu verbannen.