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Gebärmuttersenkung: Gebärmutterentfernung per Bauchspiegelung?

Wie wird eine laparoskopische Gebärmutterentfernung durchgeführt? Was sind die Vorteile und Risiken? Ist es heute problemlos möglich, auch ohne das Einleiten von Gas in die Bauchhöhle minimalinvasiv zu operieren und so die unangenehmen Schmerzen nach dem Eingriff zu vermeiden?

Bei der Laparoskopie (Bauchspiegelung) wird durch eine Nadel Gas in den Bauchraum eingeleitet. Sämtliche Organe sind dadurch besser sichtbar. Es gibt bisher nur wenige spezialisierte Zentren, in denen die Operation auch ohne Einleitung von Gas durchgeführt wird. Ob das tatsächlich mehr Vor- als Nachteile bringt, ist aber noch nicht bekannt.
Die laparoskopischen Operationsinstrumente werden über kleine Hautschnitte eingeführt. Große Narben werden so vermieden.

Es gibt drei Möglichkeiten, die Bauchspiegelung bei der Gebärmutterentfernung einzusetzen:

  • Nachdem die wichtigen Haltestrukturen der Gebärmutter zuvor laparoskopisch durchtrennt wurden, erfolgt ihre Entfernung durch die Scheide.
  • Selten wird die Gebärmutter nicht durch die Scheide, sondern durch die laparoskopischen Einschnitte in der Bauchdecke entfernt. Dazu muss das Organ im Bauchraum in kleine Stücke zerlegt werden.
  • Bei einem neuen Verfahren wird der Gebärmutterhals im Körper belassen. Diese Technik kann aber nur angewandt werden, wenn sichergestellt ist, dass der Gebärmutterhals keine bösartig veränderten Zellen enthält.

Vorteile der laparoskopischen Verfahren: Die entstehende Wundfläche ist kleiner und heilt schneller. Allerdings lässt sich dieses schonendere Verfahren nicht immer anwenden. So wird zum Beispiel eine sehr große Gebärmutter besser über einen Bauchschnitt entfernt werden. Zudem sollten laparoskopische Eingriffe nur von erfahrenen Operateuren durchgeführt werden. Die Gebärmutter über einen Bauchschnitt zu entfernen, ist oft die sicherere Methode, da der Operateur eine bessere Sicht auf das Operationsfeld hat und eventuelle Verletzungen besser erkennen und entsprechend reagieren kann.

 

Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss

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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 27.06.2007, aktualisiert am 17.08.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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