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Fragen an die Experten:
Chronische Gebärmutterentzündung nach den Wechseljahren – was tun?

Kann nach den Wechseljahren eine chronische Gebärmutterentzündung auch nahezu symptomfrei verlaufen? Hängt auch ein verengter Muttermund eventuell damit zusammen?

Bei der Hälfte der im höheren Lebensalter von einer Gebärmutterentzündung (sogenannte senile Endometritis) betroffenen Patientinnen tritt die Entzündung gleichzeitig mit einem Gebärmutterkrebs auf. Weil der Gebärmutterhals verengt und verklebt ist, sammelt sich mitunter Sekret (Flüssigkeitsabsonderung) in der Gebärmutterhöhle an. Das kann auch nahezu symptomfrei verlaufen. Entzündet sich das Sekret, kommt es zu Schmerzen und Fieber.
Die Sekretansammlung ist im Ultraschall gut sichtbar. Wird der Gebärmutterhals eröffnet beziehungsweise erweitert, kann das Sekret abfließen. Ein eingelegtes Röhrchen kann den Kanal offen halten. Ist die Entzündung abgeklungen, sollte die Gebärmutter ausgeschabt werden.


Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss

Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 27.06.2007, aktualisiert am 26.06.2010

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