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Endometriose: Warum erfolgt die Diagnose oft so spät?

Wie kommt es, dass die Diagnose einer Endometriose oft erst nach mehreren Jahren gestellt wird, obwohl mindestens zehn Prozent aller Frauen davon betroffen sind und es sich also nicht gerade um eine unbekannte Erkrankung handelt? Alles Simulantinnen? Das hieße ja, dass sich zirka zehn Prozent aller Frauen sehr lange Zeit mit einer unbehandelten, jedoch behandlungsbedürftigen und im Übrigen durchaus behandelbaren Krankheit herumschlagen müssen?


Immer wieder Menstruationsschmerz? Eine Sache für den Gynäkologen!

Tatsächlich leiden zirka zehn Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter an einer Endometriose. Sie wird oft erst sehr spät erkannt, weil die vorliegenden Beschwerden oft nicht eindeutig zugeordnet werden können. So gibt es beispielsweise vielfältige Gründe für Unterbauchschmerzen. Daher gehen viele Frauen nicht gezielt zum Frauenarzt. Zudem meinen viele Betroffene, dass die Regelblutung einfach immer schmerzhaft ist.


Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss

Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 26.06.2007, aktualisiert am 17.08.2011
Bildnachweis: W&B/ Martin Ley

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