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Endometriose – Therapie via Bauchspiegelung

Wenn auch sehr kleine Endometriose-Herde neuerdings mit "blauem Licht" sichtbar gemacht und daraufhin mit dem Laser zerstört werden können: Würde man sich dann eine weitere Behandlung, zum Beispiel eine medikamentöse Therapie, sowie eine weitere Kontroll-Bauchspiegelung nicht ersparen können? Wie funktioniert das "Blaulichtverfahren”?

Der Fluoreszenz-Farbstoff Aminolaevulinsäure kann Endometriose-Herde, die bei der normalen Bauchspiegelung nicht zu sehen sind, zum Leuchten bringen und so sichtbar machen. Ärzte versprechen sich von dieser Methode, mehr Herde sehen und beispielsweise durch Elektrokoagulation (Abtragung beispielsweise durch Hochfrequenzstrom) bei einer Bauchspiegelung zerstören zu können. An der Nachbehandlung mit Medikamenten, die den Einfluss der körpereigenen Östrogene auf das Endometriose-Gewebe hemmen, und gegebenenfalls einer weiteren Operation ändert sich dadurch aber nichts.

 

Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss


Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen. Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie. Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



surfmed/www.apotheken-umschau.de; 26.06.2007, aktualisiert am 17.08.2011

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