Eine Endometriose (Endometrium ist die Gebärmutterschleimhaut) bezeichnet das Auftreten von Gebärmutterschleimhaut an anderen Stellen im Körper. Diese „fehlplatzierten“ Teile, zum Beispiel im Bauchraum, an den Eierstöcken, im Darm, in Extremfällen auch in der Lunge, reagieren genauso auf die hormonellen Veränderungen des weiblichen Zyklus wie die Gebärmutterschleimhaut in der Gebärmutter selbst. Sie werden also regelmäßig auf- und wieder abgebaut, was bei etwa zwei Drittel der betroffenen Patientinnen Beschwerden verursacht:
• Blutungsstörungen (schmerzhafte Blutungen),
• Unterbauchschmerzen / Rückenschmerzen,
• Schmerzen beim Geschlechtsverkehr,
• Schmerzen beim Stuhlgang,
• Unerfüllter Kinderwunsch.
Allerdings kann eine Endometriose auch vorhanden sein, ohne diese Beschwerden zu machen. Natürlich können diese Beschwerden auch eine ganz andere Ursache haben.
Im zuvor geschilderten Fall könnte eine Endometriose die beschriebenen Probleme allerdings durchaus verursachen.
Diagnostiziert wird eine Endometriose nicht über Blutwerte. Beim Auftreten der beschriebenen Symptome müssen der Arzt oder die Ärztin nach möglichen "Endometriose-Herden" suchen. An den Eierstöcken sind sie nur im Ultraschall zu entdecken. Die genauesten Befunde liefert eine Bauchspiegelung (Laparoskopie).
Univ.-Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg
Univ.-Prof. Dr. med. habil. Jürgen M. Weiss
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26.06.2007, aktualisiert am 10.08.2011
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