Die mit einer Gallenkolik verbunden Schmerzen lassen sich durch Schmerzmedikamente und Spasmolytika (Medikamente, die die Muskulatur der Gallenblase entspannen) durchaus erfolgreich lindern oder beseitigen. Wegen der häufig bestehenden Übelkeit und des Brechreizes spritzt der Arzt bei stärkeren Beschwerden diese Medikamente direkt in die Blutbahn.
Patienten, welche die in solchen Situationen empfohlene Operation nicht vornehmen lassen, berichten häufig, dass bestimmte Speisen, insbesondere fettreiche Mahlzeiten oder auch Eierspeisen, wiederholt Koliken hervorrufen. Schließlich meiden sie dann meistens die entsprechenden Auslöser.
Wenn eine Gallenkolik aufgetreten ist, empfiehlt es sich, erst wieder etwas zu essen, nachdem die Beschwerden vollständig abgeklungen sind. Manch ein/e Leidtragende/r erfährt eine Linderung, wenn er oder sie eine bestimmte Körperposition einnimmt, sich bewegt oder Wärmeanwendungen durchführt.
Um Vieles besser als diese zweifelhaften Selbsthilfemaßnahmen sind natürlich eine effektive medikamentöse Schmerzlinderung und eine nachfolgend planbare, in aller Regel operative definitive Lösung des Problems.
Prof. Dr. med. T. Poralla, St.-Joseph-Krankenhaus Berlin
Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im
persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen.
Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
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09.11.2007, aktualisiert am 16.08.2011
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