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Experten-Sprechstunde
Gallensteine

Welche Medikamente bringen Gallensteine zum Verschwinden?

Tablette

Medikamente gegen Gallensteine: Reserveoption

Durch Einnahme von Ursodeoxycholsäure (in einer Dosierung von wenigstens 10 mg/kg Körpergewicht täglich) können Gallenblasensteine zum Verschwinden gebracht werden. Allerdings eignet sich diese Behandlung ausschließlich für kleine Steine mit einem Durchmesser von höchstens fünf Millimetern, die gleichzeitig kalkfrei sind (also ausschließlich aus Cholesterin bestehen) und sich in einer Gallenblase befinden, die sich gut zusammenziehen (entleeren) kann.

 

Alle drei Kriterien können bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt werden. Allerdings ist zum Nachweis eventueller Verkalkungen, die diese Behandlung dann ausschließen würden, eine Computertomographie (CT) am empfindlichsten.

 

Der Therapieerfolg sollte mit Ultraschall kontrolliert und die Behandlung nach Steinfreiheit noch für drei Monate fortgesetzt werden.

 


Dennoch ist auch nach sechs Monate langer Behandlungsdauer nur bei etwa 60 Prozent der Behandelten ein Erfolg zu erwarten. Darüber hinaus können durch diese Therapie die Umstände, die zur Gallensteinbildung geführt haben, nicht dauerhaft korrigiert werden. Deshalb ist leider damit zu rechnen, dass sich häufig später wieder Steine entwickeln, weshalb die medikamentöse Behandlung nur noch bei Patienten zu empfehlen ist, für die eine Operation nicht in Frage kommt.

 

Prof. Dr. med. T. Poralla, St.-Joseph-Krankenhaus Berlin

 

 


Eine Diagnose und die individuell richtige Behandlung kann der Arzt nur im
persönlichen Kontakt mit dem Patienten festlegen. Unsere Informationen können den Besuch beim Arzt nicht ersetzen.
Aber sie können Ihnen helfen, sich auf das Gespräch mit ihm vorzubereiten und Ihnen ergänzende Hinweise liefern.
Die medizinische Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter und führt zu neuen Erkenntnissen in Diagnostik und Therapie.
Die hier gemachten Angaben entsprechen dem Wissensstand zum Zeitpunkt
der Veröffentlichung. Die Beantwortung individuell eingesandter Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.



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surfmed/GesundheitPro; 16.11.2007, aktualisiert am 02.03.2010
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