Zu viel Bauchfett, das sich nicht nur nach "außen" hin zeigt, sondern auch "innen" angesammelt hat, ist häufig mit dem metabolischen Syndrom verknüpft. Zugleich steigt das Gallensteinrisiko
Menschen, bei denen das sogenannte metabolische Syndrom festgestellt wird, entwickeln tatsächlich häufiger Gallensteine. Unter dem metabolischen Syndrom versteht man das Zusammentreffen von Übergewicht (vermehrtes Körperfett, insbesondere im Bereich des Bauches, sogenannte „Apfelform“), einer Störung des Zuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus), einer Fettstoffwechselstörung, (Erhöhung der Triglyzeride, auch Neutralfette genannt, sowie Erniedrigung des HDL-Cholesterins im Blut) sowie einer Erhöhung des Blutdruckes. Dabei gehen Ärzte vom Vorliegen eines metabolischen Syndroms aus, wenn neben dem bauchbetonten Übergewicht zwei weitere der zuvor genannten Störungen festgestellt worden sind.
Die Bildung von Gallensteinen wiederum hat Beziehungen zu genau diesen Faktoren: Übergewicht, erhöhte Triglyzeridwerte im Blut und vermindertes HDL-Cholesterin. HDL-Cholesterin ist das sogenannte „gute“ Cholesterin, das im Gegensatz zum „schlechten“ LDL-Cholesterin zum Beispiel vor Herzinfarkt oder Schlaganfall schützen kann. Der Anteil an HDL-Cholesterin lässt sich im Wesentlichen durch körperliche Bewegung erhöhen. Diese wirkt auch den Ursachen des metabolischen Syndroms erfolgreich entgegen: zum einen der Insulinresistenz, einer Unempfindlichkeit gegenüber Insulin, die zur Folge hat, dass mehr „Fettspeicher“ aufgebaut werden und eine Schieflage im Zuckerstoffwechsel entsteht, zum anderen dem Übergewicht. Gleichzeitig kann so auch der Gefahr begegnet werden, dass sich Gallensteine bilden.
Prof. Dr. med. T. Poralla, St.-Joseph-Krankenhaus Berlin
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08.11.2007, aktualisiert am 26.06.2010
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