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Fußpilz (Tinea pedis)
Therapie

Zur Therapie von Fußpilz kommen Medikamente zum Einsatz: Die Pilzinfektion lässt sich zum Beispiel mit Cremes oder Sprays bekämpfen


Früh erkannt? Dann reicht bei Fußpilz oft eine äußerliche Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Pilzinfektion. Im Anfangsstadium genügt es meist, die betroffenen Hautregionen äußerlich zu behandeln. Bei fortgeschrittenem, großflächigem Pilzbefall an Fußsohlen, -ballen, Fersen und Nägeln ist jedoch die Einnahme von Präparaten erforderlich, die den Pilz auch von innen bekämpfen.

Alle Medikamente müssen regelmäßig und vor allem lange genug angewendet beziehungsweise eingenommen werden. Halten Sie sich also genau an die Verordnung Ihres Arztes! Denn Fußpilz ist äußerst hartnäckig. Meist dauert eine Behandlung zwischen zwei und vier Wochen. Auch wenn die Symptome bereits vorher verschwunden sind, sollte die Therapie wie mit dem Arzt vereinbart fortgeführt werden, denn nur dann ist davon auszugehen, dass der Pilz vollständig abgetötet wurde und keine Rückfälle zu befürchten sind.


Antimykotika bekämpfen die Pilzinfektion

Zur Behandlung von Pilzinfektionen setzen Ärzte sogenannte Antimykotika ein, deren Wirkstoffe das Wachstum der Pilze beeinträchtigen oder sie abtöten. Ist die Pilzerkrankung noch nicht sehr weit fortgeschritten, können die Antimykotika äußerlich angewendet werden. Dazu kann man zwischen Cremes, Gels, Lösungen, Sprays und Puder wählen – abhängig vom Zustand der Füße und individuellen Gegebenheiten.

Wer stark unter Fußschweiß leidet, für den ist ein Puder oder Gel am besten geeignet. Bei trockener Haut sollte man hingegen zu Cremes und Lotionen greifen, da diese zusätzlich pflegende Effekte aufweisen. Lösungen sind insofern praktisch, weil sie sich leichter dünn auftragen und gut einreiben lassen. Wer Fußkontakt vermeiden möchte, für den sind Sprays die geeignete Variante.

Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind Terbinafin, Itraconazol, Clotrimazol, Miconazol und Bifonazol.

Terbinafin wird sowohl äußerlich als Creme, Gel oder Spray als auch innerlich in Form von Tabletten eingesetzt. Es hemmt bei den Pilzen ein wichtiges Enzym und behindert so den Aufbau ihrer Zellwände. Itraconazol kann nur innerlich angewandt werden.

Clotrimazol hemmt den Aufbau von Ergosterol, ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der Zellwand von Pilzen. Diese Schädigung führt letztendlich zum Tod der Pilzzelle. Clotrimazol kann als Creme, Lösung oder Spray eingesetzt werden. Darüber hinaus ist es als Puder erhältlich und wird in dieser Form häufig zur Nachbehandlung von Pilzinfektionen verwendet.

Miconazol kann in Form von Cremes, Lösungen oder Pudern gegeben werden. Der Wirkungsmechanismus ist vergleichbar dem von Clotrimazol: Es kommt ebenfalls zu einer Störung der Zellmembranbildung der Pilze, wodurch sie in ihrem Wachstum gehemmt werden.

Bifonazol wirkt ebenso, hat allerdings den Vorteil, länger in der Haut zu verbleiben. Es ist zudem entzündungshemmend, sodass sich brennende oder juckende Stellen rasch beruhigen.

Ist die Pilzart nicht bekannt, kann ein so genanntes Breitspektrum-Antimykotikum eingesetzt werden. Denn dieses bekämpft mehrere Pilzarten gleichzeitig.



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www.apotheken-umschau.de; 13.05.2009, aktualisiert am 28.10.2011
Bildnachweis: CCVision/RYF

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