Als Hühneraugen werden wenige millimeter- bis zentimetergroße Hautareale bezeichnet, die eine harte, feste Hornschicht (durch vermehrte Hornbildung) und einen zentralen Zapfen aufweisen. Bei Druckbelastung schmerzen sie. Am häufigsten gehen sie aufs Konto zu kleiner oder zu enger, spitzer Schuhe, typischerweise im Vorfußbereich und zwischen den Zehen. Hühneraugen können mit Pflastern, die hornhautablösende Substanzen wie Harnstoff oder Salicylsäure enthalten, behandelt werden. Manchmal kann bei Gesunden die vorsichtige Entfernung des Zapfens rasche Erleichterung verschaffen. Am besten wird das durch eine Fachkraft (Fußpflege) durchgeführt. Vorsicht: Bei Menschen mit bestehenden Gefäßerkrankungen (etwa Durchblutungsstörungen), wie sie gehäuft bei Diabetikern auftreten, können Hautschäden verursacht werden, die schlecht abheilen oder Eintrittspforten für bakterielle Infektionen bilden. Die beste Langzeittherapie sind passende und bequeme Schuhe.
Prof. Dr. med. Margitta Worm
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surfmed/www.apotheken-umschau.de; 30.03.2007, aktualisiert am 17.08.2011