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Hilfe für kranke Füße

Besuch in einer orthopädischen Praxis – Treffpunkt vieler Menschen, die der Fuß drückt

Viel los an diesem Mittwochvormittag. Im Wartezimmer der orthopädischen Praxis im Münchner Stadtteil Neuhausen findet niemand mehr Platz. Deshalb sitzen Patienten zusätzlich in kleinen Grüppchen im großen, hell und modern eingerichteten Flur und Eingangsbereich. Fünf spezialisierte Ärzte kümmern sich hier mit ihren Helferinnen samt Physiotherapeutin um Beschwerden, die den Anwesenden ihre Knochen, Gelenke, Muskeln oder Sehnen bereiten.

 

Den Spreizfuß aufhalten

 

Danjela Dimitrijewic klagt über ihr linkes Knie: „Es ist dick angeschwollen und tut weh.“ Dr. Bernhard Klein untersucht jedoch nicht nur das Knie der 28-Jährigen. Vorsichtig tastet er auch die Fußsohlen ab und stellt dabei fest, dass sich unter dem Vorfuß Schwielen gebildet haben. „Normalerweise entsteht Hornhaut an den Rändern der Füsse. Bei einem Spreizfuß treten sich jedoch die mittleren Mittelfußköpfchen, die normalerweise mit den anderen auf einer Ebene liegen, nach unten durch und verursachen diese Verhärtungen.“  

 


Da sich die Knie leicht zueinander neigen, belastet Dimitrijewic den Fuß zudem ungleichmäßig. Auf Dauer führt das zu Fußproblemen. Noch spürt die Hauswirtschaftsleiterin in diesem Bereich keine Schmerzen, aber ihr Knie reagiert bereits auf die Fehlstellung. Das kann sich mit den Jahren noch verschlimmern.

 

Wer etwa den ganzen Tag sitzt und die Fußmuskulatur nicht beansprucht, entwickelt häufig einen Spreizfuß. Das Gleiche passiert bei ständigem Stehen. Übergewicht spielt auch eine Rolle, ebenso wie Schwangerschaften. „Während jeder Schwangerschaft wird der Fuß etwa eine halbe Nummer länger oder breiter. Nach den Wechseljahren führt die hormonelle Umstellung – das Bindegewebe gibt nach – ebenso zu einem breiteren Fuß“, erläutert Orthopäde Klein. 

 

An sich gilt ein Spreizfuß nicht als Krankheit. Erst wenn er Schmerzen verursacht oder sich wie bei Danjela Dimitrijewic zusätzlich auf das Knie auswirkt, sollte er behandelt werden. Der Arzt verordnet deshalb nicht nur Ruhe für ihr linkes Knie und ein abschwellendes Mittel, sondern auch Einlagen für beide Füsse, um die Fußstellung zu korrigieren und das Fortschreiten des Spreizfußes aufzuhalten. Obendrein empfiehlt er seiner Patientin Geschicklichkeitsübungen, welche die Fußmuskulatur stärken.  



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Christine Wolfrum, Ullrich Jackus / Apotheken Umschau; 19.03.2009, aktualisiert am 26.06.2010

Die Fußserie auf www.apotheken-umschau.de

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