Das Thermometer zeigt Temperaturen im einstelligen Bereich an – und auch Ihre Füße haben maximal gefühlte 5 Grad Celsius? Davon können vor allem Frauen ein Lied singen. Doch es gibt ein paar Tricks, die eisige Füße erst gar nicht entstehen, oder zumindest wieder wohlig warm werden lassen.
Besonders wohltuend und effektiv ist ein warmes Fußbad – vor allem wenn man wegen der kalten Füße auch im angenehm geheizten zu Hause immer noch fröstelt. Füllen Sie dazu eine kleine Wanne, in die Ihre Füße komplett hineinpassen, mit warmem Wasser. Es sollte maximal 40 Grad Celsius haben und Ihnen bis zu den Knöcheln reichen. Genießen Sie für 10 bis 20 Minuten die angenehme Wärme. Anschließend trocknen Sie die Füße gründlich ab und schlüpfen in kuschelige Socken. Diese können Sie vorher noch zum Anwärmen auf die Heizung legen.
Auch eine Fußmassage lässt Eiszapfen-Füße wieder auftauen – und bringt nach einem stressigen Tag gleichzeitig auch noch Entspannung. Durch das Kneten zirkuliert das Blut wieder besser. Verstärken können Sie den Effekt noch, indem Sie für die Massage eine spezielle Fußcreme verwenden, die mit ihren Wirkstoffen die Durchblutung anregt. Vielleicht möchte Ihnen ja Ihr Partner etwas Gutes tun und übernimmt die Massage? In der Früh bringen warm-kalte Wechselduschen den Blutkreislauf auf Trab – ebenso wie regelmäßige Fußgymnastik.
Besonders entscheidend über warme oder kalte Füße ist das Schuhwerk. Auf keinen Fall sollte es zu eng sein. Denn schnüren die Schuhe den Fuß ein, verringert sich das Luftpolster zwischen Schuh und Fuß. So kann die Wärme nicht gespeichert werden. Und auch wenn Sie sie noch so sehr lieben: Verabschieden Sie sich von Ihren Turnschuhen! Denn auch Schweißfüße können wegen der Verdunstungskälte auf der Haut der Grund für kalte Füße sein. Ideal sind Schuhe aus atmungsaktiven Materialien – etwa Leder oder speziellen Textilien – mit einer dicken und wasserdichten Sohle. Für besonders Verfrorene gibt es auch Thermo-Einlagen für die Schuhe.
Tragen Sie warme Socken und achten Sie auch darauf, dass die Bündchen nirgends einschneiden. Die Füße könnten sonst schlechter durchblutet werden – kalte Zehen wären die Folge. Und: Trinken Sie genug. Denn nehmen Sie zu wenig Flüssigkeit zu sich, wird das Blut dickflüssiger und kann nicht mehr so gut zirkulieren. Außerdem wärmt eine dampfende Tasse Tee herrlich von innen.
Wichtig: Wer auch bei normalen oder gar höheren Temperaturen häufig oder ständig kalte Füße hat, und dazu womöglich noch weitere Symptome wie Schmerzen oder Hautveränderungen feststellt, der sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen. Denn manchmal können Krankheiten die Ursache sein, zum Beispiel Durchblutungsstörungen oder Diabetes. Ärztlicher Rat ist sofort gefragt, wenn ein Fuß oder Bein ganz plötzlich kalt wird, schmerzt, und die Haut blass wird oder sich bläulich verfärbt.
Vanessa von Blumenstein-Langer / www.apotheken-umschau.de;
02.11.2010, aktualisiert am 08.11.2011
Bildnachweis: W&B/ B.Limberger, Fotolia/superfood/2010
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