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Das hilft gegen Hornhaut

Schrunden und Kanten müssen nicht sein. So bekommen Sie geschmeidige Füße


Glatt geschrubbt: Eine spezielle Feile entfernt die weich gecremte Hornhaut

Kaum beginnt die kalte Jahreszeit, verstecken wir unsere Füße in dicken Socken. Und so bildet sich im Verborgenen an Fersen und Zehen eine Schicht von Hornschwielen. Die Hornhaut ist ein natürlicher Schutz gegen Druck und Reibung. Sie scheint gelblich unter dem Ballen hervor oder bildet unschöne Rillen an der Ferse. Viele Menschen stören sich an den dicken Schwielen und wollen sie schnell wieder loswerden.  


„Von heute auf morgen bekommt man dickere Hornschichten nicht weg“, sagt Dermatologe Dr. Erik Senger aus Seligenstadt. „Eine Schicht von mehreren Millimetern Dicke wächst einige Wochen, und so lange braucht sie auch, bis sie wieder verschwindet.“ In dieser Zeit machen Fußbäder mit rückfettenden Substanzen die Haut geschmeidiger. Cremes, Lotionen oder Schäume mit einem Harnstoffanteil verfeinern die Hautstruktur. „Zweimal täglich cremen ist Pflicht, sonst bringt es nichts“, erklärt Senger. Wenn Fußbäder und Cremes die Haut weicher gemacht haben, lassen die Schwielen sich besser entfernen.

Bimssteine oder Sandpapierfeilen tragen immer nur kleine Partikel ab, so werden die Schrunden schonend beseitigt. „Aber Finger weg von Hornhauthobeln“, warnt die Podologin Mechtild Geismann aus Lüdinghausen.


Die Vizepräsidentin des Zentralverbands der Podologen und Fußpfleger Deutschlands hat schon viele Wunden gesehen, die sich Menschen mit diesen scharfkantigen Geräten zugefügt haben. Wer unter den dicken Schwielen Schmerzen spürt, sollte mit einem Hautarzt sprechen. Dieser kann beurteilen, ob sich hinter dem Problem vielleicht eine tiefer gehende Krankheit verbirgt.  

Wenn sich immer neue Schwielen bilden, sollte man zuerst einen Blick auf die Schuhe werfen. „Falsches Schuhwerk ist der häufigste Grund für übermäßige Hornhaut“, erklärt Podologin Geismann. Denn es drückt nicht nur von außen auf die Haut, sondern zwingt auch die Fußknochen in unnatürliche Positionen. Ein Fuß mit solch einer Fehlstellung passt nach einiger Zeit noch schlechter in den Schuh. Dieser reibt und drückt auf die Haut, die darauf mit einem verstärkten Hornhautwuchs reagiert.


Auch Hühneraugen sind eine Art von Fehlbildung der Hornhaut. Gegen die entzündlichen Stellen helfen spezielle Pflaster – und weite Schuhe. „Da viele Schuhe nicht richtig passen und Füße immer das ganze Körpergewicht tragen müssen, bildet sich Hornhaut ganz automatisch“, sagt Mechtild Geismann. Eine dünne Schicht ist gesund und sollte nicht entfernt werden. „Zartgelb, etwas härter als die normale Haut und ohne Kanten darf Hornhaut ruhig stehen bleiben“, erläutert die Podologin.

Kranker Körper, kranke Füße

Hautveränderungen an den Füßen sind nicht immer auf unpassende Schuhe oder mangelnde Pflege zurückzuführen. Schuppenflechte (Psoriasis) kann auch Füße befallen. Feilen sind dann tabu, sie würden die Haut nur weiter aufreißen. Diabetikern fehlt oft das Gefühl in den Füßen, ihre Haut wird zudem rissig und verletzt sich leicht. Unbehandelt können bei ihnen auch kleine Wunden gefährliche Folgen haben. Bei vielen rheumatischen Erkrankungen verformen sich die Füße. Hornhaut wächst dann unregelmäßig und bereitet zusätzliche Schmerzen.



Julia Lüneburg / Apotheken Umschau; 30.11.2010
Bildnachweis: W&B/Jan Greune

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