10 Tipps gegen Schweißfüße

Fußgeruch ist ein häufiges Problem. Was tun? Von Fußpuder bis Deo: Wir sagen, was wirklich hilft

von Saskia Becker, 16.05.2016

Wer im Sommer offene Schuhe trägt, hat weniger Fußgeruch

Thinkstock/iStockphoto

Der Gastgeber bittet bei der Abendeinladung darum, die Schuhe am Eingang auszuziehen: Für viele kann solch eine Situation unangenehm werden. Schuld daran ist der schlecht riechende Fußschweiß. Besonders in den heißen Sommermonaten sind "Stinkefüße" oder "Käsefüße" keine Seltenheit. Wenn es heiß ist, schwitzen die Füße noch schneller in den Schuhen als sonst.

Wieso schwitzen wir eigentlich?

Schwitzen ist an sich eine lebenswichtige Funktion, das Verdunsten des Schweißes entzieht der Haut Wärme und lässt sie abkühlen. "Das Schwitzen ist also eine Möglichkeit, die Thermoregulation des Körpers wahrzunehmen", erklärt Dr. Marion Moers-Carpi, Hautärztin in München. So schützt sich der Körper selbst vor Überhitzung. Wenn Menschen jedoch stärker schwitzen, als es für die Wärmeregulation notwendig ist, spricht man von einer übermäßigen Schweißproduktion (Hyperhidrose).


Hautärztin Dr. Marion Moers-Carpi

W&B/Privat

Was ist Schuld am Fußgeruch?

Schweiß an sich riecht nicht und besteht vor allem aus Wasser. Daneben gilt laut der Expertin: "Beim Schwitzen scheiden wir hauptsächtlich Kochsalz aus. Der unangenehme Geruch entsteht erst, wenn Bakterien, die auf der Haut sind, zum Schweiß hinzukommen." Die Bakterien zersetzen den Schweiß und produzieren dabei unter anderem Buttersäure – diese riecht penetrant und stechend. Geschlossene Schuhe hindern den Schweiß am Verdunsten und schaffen eine regelrechte Schwitzkammer. Ideale Bedingungen für Fußgeruch.

Die richtige Wahl des Schuhwerkes ist somit ein erster Schritt, um Schweißfüßen vorzubeugen. Doch es gibt noch viele weitere Tricks – unsere 10 Sommertipps gegen Fußgeruch:

 


10 Sommertipps gegen Schweißfüße

  • Offene Sandalen gegen Fußschweiß
    iStock/MR Eckhart

    "Offene Schuhe sind ideal für den Sommer, denn die Haut hat Platz zum atmen", rät Hautärztin Dr. Marion Moers-Carpi. Der Schweiß kann direkt verdunsten und sammelt sich nicht im Schuh. Und wo weniger Schweiß entsteht, bildet sich auch weniger Fußgeruch...

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  • Lederschuhe gegen Fußschweiß
    F1online/AGE

    Wer geschlossene Schuhe bevorzugt, sollte Schuhe aus atmungsaktivem Material, wie zum Beispiel Leder tragen. "Finger weg von Plastikschuhen!", warnt Dr. Marion Moers-Carpi, "denn die können keinen Schweiß aufnehmen. Die Füße sind in Plastikschuhen regelrecht eingepfercht".

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  • Zusätzlich hilft es die Schuhe zu desinfizieren, denn so gibt man den Bakterien wenig Möglichkeit in den Schuhen zu überleben. " Am besten man sprüht die Schuhe einmal in der Woche gut mit Desinfektionsmittel ein", empfiehlt Moers-Carpi.

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  • Auch bei den Socken können kleine Tricks den Fußgeruch mindern. "Man sollte auf Synthetiksocken verzichten, da sie, wie Plastikschuhe, keinen Schweiß aufnehmen", erklärt die Expertin. Dünne Baumwollsocken sind deshalb besser geeignet.

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  • Einlegesohlen gegen Fußschweiß
    F1online/MEV

    Gegen Schweißfüße sollen auch dünne Einlegesohlen helfen. Dermatologin Marion Moers-Carpi empfiehlt Ledersohlen, da "sie atmen und somit den Schweiß aufsaugen." Je nach Bedarf sollten die Sohlen regelmäßig gewechselt werden – der "Nasentest" sagt Ihnen, wann es Zeit ist.

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  • Füße waschen hilft gegen Fußschweiß
    W&B/Privat

    Auch ein morgendliches Fußbad trägt dazu bei, die Füße zu erfrischen. Expertentipp: Die Füße gut abtrocknen und föhnen, damit auch Zehen und Zwischenräume ganz trocken sind. Duftende Zusätze wie Salbei übertrumpfen den Fußgeruch und sorgen für ein frisches Gefühl.

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  • Durch eine Lotion mit Aluminiumchlorid* ziehen sich die Schweißkanäle zusammen und die Schweißdrüsen können den Schweiß nicht abgeben. Der Vorteil: Lotionen ziehen schnell in die Haut ein. "Eine Salbe dichtet die Haut ab und man schwitzt noch mehr", sagt die Expertin.

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  • Deosprays für die Füße: Es gibt Fußdeos mit Aluminiumchlorid*, die gezielt die Schweißproduktion verringern. Die Alternative, um Aluminium zu vermeiden: Fußdeos mit Alkohol, der die Bakterien angreift. Dadurch wird wiederum die Schweißzersetzung vermindert.

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  • Fußpuder ist eine gute Möglichkeit die "Schwitzkammer" in den Schuhen auszutrocknen, da das Puder die Schweißperlen aufsaugt. "Das Puder einfach direkt auf die Fußsohle und in die Zwischenräume geben, sodass es an Ort und Stelle wirkt", rät Moers-Carpi.

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  • Patientin in der Sprechstunde
    Jupiter Images GmbH/Comstock Images

    Wenn nichts hilft, dann ab zum Arzt. Der Dermatologe kann feststellen, ob eine übermäßige Schweißproduktion (Hyperhidrose) der Grund für den Fußgeruch ist. "In Extremfällen kann eine Hyperhidrose zum Beispiel mit Botox behandelt werden", erklärt Moers-Carpi.

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* Hinweis: Aluminium nehmen wir aus zahlreichen Quellen auf, etwa aus Lebensmitteln. Auch von aluminiumhaltigen Kosmetika kann Aluminium in den Körper gelangen, vor allem bei geschädigter Haut. Experten des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) empfehlen, die insgesamt aufgenommene Menge an Aluminium vorsichtshalber im Blick zu behalten. In sehr hohen Dosen kann Aluminium Nerven schädigen. Weitere Informationen hat das BfR zum Download bereitgestellt.



Bildnachweis: iStock/MR Eckhart, W&B/Privat, Jupiter Images GmbH/Comstock Images, F1online/AGE, F1online/MEV, Thinkstock/iStockphoto

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