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Arzneimittelfieber

Fieber nach Einnahme von Medikamenten ist eine unerwünschte Arzneimittelwirkung und tritt üblicherweise etwa sieben bis zehn Tage nach Beginn der Behandlung auf


Fieber: Manchmal ist ein Arzneimittel schuld

Es gibt unterschiedlichste Mechanismen, die ein Arzneimittelfieber auslösen können. Sie reichen von Allergien über eine angeborene Überempfindlichkeit bis zu unmittelbaren pharmakologischen Wirkungen des Arzneistoffes selbst. Auch die Dosis des Medikamentes spielt eine Rolle.

Folgende Arzneimittel sind zum Beispiel als mögliche Auslöser von Fieberreaktionen bekannt:

  • Antibiotika
  • Chemotherapeutika, etwa Bleomycin, Cisplatin, Cytarabin
  • Anti-Pilzmittel wie Amphotericin B
  • Schilddrüsenhormone
  • Sogenannte Biologicals
  • Weitere Arzneistoffe, darunter Procainamid, Ranitidin und sogenannte G-CSF-Wachstumsfaktoren wie Filgrastim

Diagnose und Therapie: Bei entsprechendem Verdacht, der sich aus einem engen zeitlichen Zusammenhang zwischen Medikamenteneinnahme und Temperaturanstieg ergibt, wird der Arzt ein verdächtiges Medikament in der Regel absetzen. Falls eine alternative Therapie zur Verfügung steht, umso besser. Falls nicht, wird der Arzt den Zusammenhang eingehend prüfen, einen erneuten Therapieversuch allerdings sehr kritisch abwägen, da Gefahren durch eine noch stärkere Reaktion nicht auszuschließen sind.



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Dr. med. Claudia Osthoff / www.apotheken-umschau.de; 31.08.2009, aktualisiert am 10.02.2012
Bildnachweis: Image Source/RYF

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