Fibromyalgiesyndrom (FMS): Ursachen

Die Fibromyalgie hat wahrscheinlich mehrere Ursachen. Eine Rolle scheint die Schmerzverarbeitung zu spielen
aktualisiert am 10.08.2016

Unter Strom: Wer sich ständig zu viel abverlangt, läuft eher Gefahr zu erkranken

Jupiter Images GmbH/Ablestock

Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen versuchen seit Jahrzehnten herauszufinden, warum einige Menschen an einer Fibromyalgie erkranken. Je nach Fachrichtung konzentrieren sie sich auf mögliche körperliche, psychische und/oder soziale Ursachen. Mittlerweile sind sich Experten weitgehend einig, dass es keine einzelne, nur für die Fibromyalgie zutreffende Ursache gibt – sehr wahrscheinlich kommen mehrere Faktoren zusammen, zum Beispiel eine gewisse Veranlagung sowie körperliche und seelische Auslöser.

Gehäuft in Familien

Wissenschaftler stellten fest, dass chronische Muskel- und Gliederschmerzen gehäuft in Familien auftreten. Ob dies genetische Ursachen hat oder ob die Kinder von ihren Eltern bestimmte Verhaltensweisen übernehmen, die eine Fibromyalgie hervorrufen können, oder beides zusammenspielt, ist bislang noch nicht geklärt.

Welche Rolle spielt die Schmerzverarbeitung?

Forscher stellen fest, dass Fibromyalgie-Kranke Schmerzen im Gehirn offenbar anders verarbeiten als Gesunde. Auch der Umgang mit Stress – die Stressregulation über Hormone – unterscheidet sich bei Betroffenen und Gesunden. Noch ist unklar, ob es sich dabei um eine Ursache oder eine Folge des FMS handelt.

Gibt es Risikofaktoren?

Manche Faktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an einer Fibromyalgie zu erkranken:

  • Dauerhafte körperliche oder psychische Überlastung, ständiger Stress
  • Sexueller Missbrauch und körperliche Gewalt

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