Anmelden | Registrieren
Drucken

Fibromyalgiesyndrom (FMS)
Therapie – Ziele

Da eine Fibromyalgie zurzeit durch medizinische Maßnahmen nicht heilbar ist und die Muskel- und Gelenkschmerzen ein Leben lang anhalten können, ist es wichtig, mit den Beschwerden zurechtzukommen


Planen Sie die Schritte der Behandlung gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin

Bei der Behandlung der Fibromyalgie eignen sich vor allem solche Verfahren, bei denen Sie selbst aktiv sind und die möglichst wenige Nebenwirkungen haben.

Mehrere Methoden ausprobieren: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Therapeuten über die wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeit der einzelnen Behandlungsmethoden. Probieren Sie aus, welche Entspannungsübungen, Bewegungsformen oder physikalischen Therapien Ihnen gut tun, und fragen Sie Ihren Arzt, welche Medikamente in Phasen mit heftigeren Schmerzen sinnvoll sind.


Therapie in drei Stufen: Bewährt hat sich eine stufenweise aufgebaute Behandlung. Einige Methoden bieten sich besonders für die Basis-Therapie an, die der Arzt nach sechs Monaten bewerten sollte. Bestehen die Beeinträchtigungen dann immer noch, gibt es weitere Therapiemöglichkeiten, deren Erfolg wiederum nach sechs Monaten beurteilt werden sollte.

Rücksprache: Berichten Sie in Abständen von sechs bis zwölf Monaten Ihrem behandelnden Arzt, welche Therapiemethoden bei Ihnen gut wirken und welche weniger erfolgreich sind. Sprechen Sie mit ihm auch darüber, welche körperlichen und psychischen Beschwerden bestehen geblieben sind, welche Belastungen neu auf Sie zugekommen sind und mit welchen Situationen Sie mittlerweile besser zurecht kommen.

Dauer der Behandlung: Wissenschaftliche Studien belegen die Wirkung der verschiedenen Therapieformen meist nur für drei bis sechs Monate. Wenn Sie eine Fibromyalgie haben, ist es jedoch wichtig zu wissen, welche Behandlungsmethoden auch nach dem Ende der Therapie positive Effekte zeigen. Für die medikamentöse Therapie gibt es keine Hinweise dafür, dass sie über den Einnahmezeitraum hinaus wirken.

Selbsthilfegruppen: Erkundigen Sie sich nach einer Selbsthilfegruppe für Fibromyalgie-Patienten und probieren Sie aus, ob Ihnen die Gespräche mit anderen Betroffenen gut tun. Der regelmäßige Kontakt kann dazu beitragen, besser mit den chronischen Schmerzen umzugehen.

Klinik-Aufenthalt: Sind Sie der Meinung, dass Ihnen eine vier bis sechs Wochen dauernde Auszeit gut tun könnte? Dann können Sie bei Ihrer Krankenkasse eine Therapie in einer psychosomatischen Klinik beantragen, die sich auf die Fibromyalgie spezialisiert hat. Wer im Job nicht mehr voll leistungsfähig ist, kann sich um die Aufnahme in eine Reha-Klinik kümmern. Auch teilstationäre Maßnahmen können entlastend wirken, wenn ambulante Therapien nicht ausreichend wirken.



  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4
  5. 5
  6. 6
  7. 7
  8. 8
  9. 9
  10. 10

www.apotheken-umschau.de; 13.09.2005, aktualisiert am 27.09.2011
Bildnachweis: Banana Stock/RYF

Newsletter abonnieren

Hier können Sie unseren kostenlosen Newsletter abonnieren  »

Weitere Artikel

Schmerzen – chronisch und akut

Chronische Schmerzen gelten heute als eigenes Krankheitsbild und werden am besten mit einer kombinierten Therapie behandelt »

Rheumatoide Arthritis

Der Begriff „Rheuma“ umfasst über 100 verschiedene Erkrankungen. Die rheumatoide Arthritis (chronische Polyarthritis), ist die häufigste chronische Gelenkentzündung »

Arthrose – Gefahr für die Gelenke

Gelenkverschleiß vorbeugen oder aufhalten – darüber sollte man sich nicht erst Gedanken machen, wenn der Knorpel bereits geschädigt ist. Lesen Sie hier mehr über Arthrose, ihre Ursachen und Symptome sowie die Therapie »

Morbus Bechterew

Kreuzschmerzen? Manchmal ist Morbus Bechterew die Ursache – eine entzündlich-rheumatische Erkrankung »

Symptomen auf der Spur

Chronischer Schulterschmerz, steife Schulter

Mögliche Ursachen sind Entzündungen, Verschleiß oder Verletzungen »

Nackenschmerzen, steifer Hals

Nackenschmerzen, steifer Hals, Schmerzen an Schulter und Arm. Was die Ursachen sind und was hilft »

Kalte Hände

Die Ursachen für häufig frierende Finger und Hände liegen meist in Durchblutungsstörungen »

Kalte Füße

Welche Ursachen hinter frostigen Füßen stecken können »

Schlafstörungen

Schlafprobleme haben viele Gesichter und zahlreiche Ursachen »

Schwellungen und Knoten an den Händen

Knubbeln an Fingern und Hand, geschwollene Gelenke, Verformungen – was ist los?  »

Der große Körpercheck

Testen Sie sich online

Überprüfen Sie Ihren Körper interaktiv in Sachen Gesundheit »

Vorsorge-Rechner

Welche Vorsorgeuntersuchung steht Ihnen zu? Unser Online-Rechner sagt es Ihnen »

© Wort & Bild Verlag GmbH & Co KG

Weitere Online-Angebote des Wort & Bild Verlages

Senioren Ratgeber mit Informationen rund um Krankheiten, Medikamente, gesund alt werden, altersgerechtes Wohnen, Pflege und Finanzen
Diabetes Ratgeber mit den Schwerpunkten Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2: Symptome, Behandlung und Ernährung bei Zuckerkrankheit
Baby und Familie mit Themen rund um Schwangerschaft, Geburt, Vorsorge, Kinderkrankheiten, Homöopathie und Erziehung