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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME):
Symptome

Die FSME kann in zwei Krankheitsphasen ablaufen. Rund drei Viertel der Infizierten spüren gar keine Beschwerden, andere leiden zum Beispiel an Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Fieber


Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber – so kann sich FSME bemerkbar machen

Phase eins

Nur etwa 30 Prozent der Infizierten bemerken Symptome. Sie erkranken ein bis zwei (maximal vier) Wochen nach dem Zeckenstich an grippeähnlichen, unspezifischen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und leichtem Fieber. Die Symptome erinnern oft an eine Erkältung, die FSME kann deshalb leicht damit verwechselt werden. Diese erste Phase dauert etwa eine Woche. Danach ist die Krankheit entweder überstanden oder es folgt zunächst ein beschwerdefreies Intervall von ein bis drei Wochen.

Phase zwei

Das Virus befällt nun das zentrale Nervensystem. Der weitere Verlauf hängt stark davon ab, welche Strukturen betroffen sind:


Es kann zur einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kommen. Sie äußert sich in hohem Fieber, starken Kopfschmerzen, Schwindel, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit, Rücken- und Nackenschmerzen. Die meisten Patienten fühlen sich sehr krank.

Ein Teil der Patienten erleidet eine Hirnhaut- und Hirnentzündung (Meningoenzephalitis), bei der neben den Beschwerden der Hirnhautentzündung auch noch Lähmungen, Sprachstörungen, Wesensveränderungen, Krampfanfälle, Bewusstseinsstörungen bis hin zum Koma auftreten können.

Bei einigen Erkrankten kommt es zu einer Entzündung des Gehirn- und Rückenmarkgewebes (Meningoenzephalomyelitis, Meningoradikulitis). Die Symptome können in diesem Fall zusätzlich die willkürlich gesteuerte Muskulatur betreffen: Lähmungen der Arme, Beine und des Schulterbereiches (ähnlich einer Kinderlähmung), aber auch Schluck- und Sprechstörungen sowie schlimmstenfalls eine Atemlähmung, können auftreten. Die Beschwerden bestehen manchmal über Monate. Diese Verlaufsform hat die insgesamt schlechteste Prognose. Vor allem bei (älteren) Erwachsenen bleiben in bis zu einem Drittel der Fälle Schäden zurück. Eine Spontanheilung ist aber selbst nach Monaten noch möglich.

Kinder erkranken meistens nicht so schwer wie ältere Menschen. Je höher das Lebensalter der Betroffenen, desto häufiger sind komplizierte Verläufe und anhaltende Probleme. Doch auch nach einer vermeintlich leichten Erkrankung kann es dauern, bis sich die Patienten wieder belastbar und gesund fühlen.



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www.apotheken-umschau.de / Dr. Bößenecker; 30.03.2009, aktualisiert am 04.05.2011
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF

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