Unser Nachwuchs ist voller Entdeckerlust und Tatendrang. Passiert dabei ein Unglück, ist es wichtig zu wissen, wie Sie als Helfer richtig reagieren
Kinder entdecken die Welt – mit allen Sinnen. Sie loten ihre Kräfte und Grenzen aus. Dabei geraten sie in unterschiedliche Gefahrensituationen. Unfälle sind für Kinder das Gesundheitsrisiko Nummer eins.
Das Video zeigt häufige Kinderunfälle. Manchmal genügt ein Pflaster, manchmal heißt es schnell reagieren, um Schlimmeres zu verhindern. Der Notarzt Dr. Walter Russ erklärt Ihnen, was jeweils zu tun ist.
Aber: Der Film kann keinen Erste-Hilfe-Kurs für Notfälle bei Kindern ersetzen. Eltern und Betreuungspersonen sollten die notwendigen Maßnahmen wieder unter fachlicher Anleitung einüben. Rufen Sie im Zweifelsfall immer den Notdienst 112 (in Baden-Württemberg, Teilen Bayerns und Rheinland-Pfalz: 19 222).
Bei Vergiftungen verständigen Sie den Notarzt und die Giftnotrufzentrale. (Tipp: Drucken Sie sich die Liste mit den für Ihre Gegend zuständigen Nummer aus und hängen Sie sie gut sichtbar beim Telefon auf).
Ist das Kind bewusstlos, verständigen Sie stets sofort den Notdienst. Prüfen Sie, ob die Atemwege frei sind. Öffnen Sie den Mund des Kindes und entfernen Sie nach Möglichkeit vorhandene Fremdkörper (zum Beispiel wenn das Kind aus dem Wasser geholt wurde, Algen, Kies u.ä.). Überstrecken Sie vorsichtig den Kopf (nicht bei Säuglingen), beugen Sie sich über das Kind und hören Sie, ob es noch atmet, sehen Sie nach, ob sich der Brustkorb hebt und senkt, und fühlen Sie, ob Sie Atemluft an Ihrer Wange spüren. Wenn es noch atmet, bringen Sie es in die stabile Seitenlage. Wenn nicht, beginnen Sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen, bis das Kind wieder atmet bzw. die Rettungskräfte eintreffen.
Wichtig: Versuchen Sie immer, Ruhe zu bewahren, trösten und besänftigen Sie das Kind.
Jörg Jovy / www.apotheken-umschau.de; 10.08.2007, aktualisiert am 06.08.2007
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