Wie viele Kalorien haben Faschings-Krapfen?

Im Karneval haben sie Hochsaison: leckere, süße Krapfen – auch Berliner genannt. Woraus besteht das Gebäck eigentlich? Und wie viele Kalorien hat so ein Krapfen?
von Sophie Kelm, aktualisiert am 21.01.2016

Welcher Jeck kann einem süßen Krapfen schon widerstehen?

Fotolia/Blue Sign

Rosa, weiß, schokoladig, puder-verzuckert oder süß glasiert. Krapfen gibt es in vielen herrlichen Varianten. Eines haben alle gemeinsam – sie schmecken köstlich! Naja, nur in Sachen gesunde Ernährung schneidet die Leckerei nicht besonders gut ab. "Da spielt es keine Rolle, ob mit Marmelade oder Vanillecreme gefüllt. Mit Zucker- oder Schokoladenguss. Kalorienarm sind sie alle nicht", sagt Antje Gahl, Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in Bonn.

Die wichtigste Zutat: Fett

Woraus bestehen die süßen Teilchen denn überhaupt? "Die Grundlage ist ein leichter Hefeteig aus guten Zutaten. Zum Beispiel braucht man Eigelb, Hefe, Zucker und Milch", erklärt der Münchner Konditormeister Rudolf Lang. "Aber das Wichtigste ist ein gutes Fett zum Ausbraten. Ich verwende Erdnussfett", erklärt der Zuckerbäcker.

Krapfen: 300 bis 400 Kalorien, 10 bis 26 Gramm Fett

Krapfen kommen nämlich nicht in den Backofen, sie werden in heißem Fett frittiert. "Dadurch verdoppelt sich der Fettgehalt der Rohmasse beinahe. Das bedeutet durchschnittlich elf Gramm Fett pro Krapfen", rechnet Gahl vor. Ein Krapfen hat je nach Größe und Zutaten rund 300 Kilokalorien. Schaut man sich die Nährwert-Angaben verschiedener Bäckereien an, stellt man große Unterschiede fest. Das fängt bei 291 Kilokalorien und knapp 10 Gramm Fett an und hört bei 484 Kilokalorien und 26 Gramm Fett auf. "Aber ab und zu kann man sich ruhig mal einen gönnen", versichert Gahl. Fragen Sie im Zweifelsfall in der Bäckerei nach. Die Angestellten müssen Auskunft über Zutaten und Nährwerte geben können.

Füllung und Glasur: Zucker oder lieber Zuckerguss?

Wenn der Hefeklops sein Fettbad genommen hat, verpasst ihm Konditor Lang noch eine köstliche Füllung. Verschiedene rote Marmeladen, Marillenmus oder Vanillepudding stehen zur Auswahl. "Dann wälze ich das Gebäck noch in Zucker. Und zwar erst in Zimtzucker und dann in Puderzucker", verrät Lang sein Geheimnis. Alle anderen Überzüge findet er nämlich "grauslig". Aber das ist freilich Geschmackssache – ein bunter Zuckerguss, Schokostreusel und dergleichen mehr haben natürlich auch ihre Liebhaber.

Woher kommen die unterschiedlichen Namen?

Krapfen sind eine äußerst beliebte Nascherei. Die weit verbreitete Fangemeinde hat dem Gebäck die unterschiedlichsten Bezeichnungen beschert. Die Berliner nennen sie Pfannkuchen, in Norddeutschland heißen sie Berliner. Im Südwesten der Bundesrepublik bestellt man beim Bäcker Fastnachtsküchle.

Warum gibt es die Tradition der Karnevals-Krapfen?

"Nach dem kalten Winter buken die Bauersfrauen gerne das fettige Gebäck. Das war in Bayern Tradition", erklärt Konditor Lang. So sollten wohl alle wieder zu Kräften kommen. Gahl ergänzt: "Außerdem gönnte man sich die klebrigen Köstlichkeiten auch gerne noch schnell vor der Fastenzeit."

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