Das Experiment: Während des Zweiten Weltkriegs schickten die Amerikaner das meiste Fleisch an ihre Soldaten an der Front. Für die Bevölkerung blieben als tierische Eiweißquelle vorwiegend Innereien wie Herz, Hirn, Leber und Nieren. Niemand wollte das essen. Das Verteidigungsministerium fragte Psychologen um Rat. Die Forscher erkannten, dass mit dem Wort „Innereien“ Unappetitliches verbunden war, und ersetzten es durch den Begriff „Fleischvielfalt“ (variety meats). Der Ausdruck wurde in Kochbüchern, Metzgereien und Infobroschüren eingeführt. Die Verkaufszahlen stiegen.
Katja Töpfer / Apotheken Umschau;
02.08.2010, aktualisiert am 25.01.2012
Bildnachweis: Stockfood Munich GmbH/Richard Jung Photography
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