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Was Sie über Pizza wissen sollten

Interessantes und Kurioses zum köstlichsten Teigfladen der Welt – von Analogkäse bis Kaloriengehalt


Fast unwiederstehlich: die Pizza

252.600 Tonnen Tiefkühlpizza haben die Deutschen 2007 gekauft. Das macht neun Pizzen pro Bundesbürger. Glaubt man den Zahlen des Deutschen Tiefkühlinstitutes in Köln, gehören die Deutschen zu den echten Pizza-Fans.

Vernünftige Angaben darüber, wie oft Mann und Frau beim Italiener Pizza ordern, gibt es leider nicht. Da müsste wohl jeder eigenhändig eine Strichliste führen. Aber es bestreitet sicher kaum jemand, dass der delikate Teigfladen auf der Hitliste der beliebtesten Gerichte steht.



Pizzasorten-Vielfalt: Jegliche Kombi ist möglich

Knurrt Ihnen bereits der Magen? Sie haben schon den Hörer in der Hand und wollen einen Tisch beim Stamm-Italiener bestellen? Vorher können Sie sich noch schnell über Ihr Leibgericht schlau machen:

1. Die Pizza ist eine echte Kalorienbombe

Leider kommt eine Pizza Salami auf rund 830 Kilokalorien. Kaum zu glauben. Dabei besteht die Pizza quasi nur aus einem Hauch von Teig, verfeinert durch ein paar Löffel Tomatenmark. Doch der Belag hat es in sich: geriebener Käse oder Mozzarella, diverse Salamischeiben, einige Tropfen Olivenöl. Die Zutaten, die den Teigfladen hübsch dekorieren, machen den Bärenanteil der Kalorien aus.

Wer sich beim Italiener einer frisch gemachten Pizza hingibt, kommt oft mit weniger Kalorien aus. Der Teig ist dünner, der Belag nimmt nicht überhand. Tiefkühlvarianten im „American Style“ oder Pizzen vom Lieferservice dagegen sind oft sehr gehaltvoll.

2. Nicht immer steht echter Käse oder Schinken auf der Zutatenliste

Er schmeckt wie Käse, sieht danach aus, ist aber keiner: Analogkäse. Statt aus Milch setzt er sich unter anderem aus Aromen, pflanzlichen Fetten und Verdickungsmitteln zusammen. Verbraucherschützer kritisieren immer wieder, dass die Bürger anhand der Zutatenliste unechten Käse nicht von echtem unterscheiden können.

Manchmal weisen Namen wie „Pizza-Mix“ oder „Sandwich-Scheiben“ auf Analogkäse hin. Steht „Emmentaler“ oder „Käse“ auf der Packung, enthält das Produkt auch Käse.

Jens Luther, Ernährungswissenschaftler der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig, hat noch einen Tipp: „Stehen auf der Speisekarte hinter der jeweiligen Pizza kleingedruckte Zahlen wie eins, drei oder fünf, weist das auf Zusatzstoffe wie Aromen oder Farbstoffe hin.“ Dann liegt die Vermutung nahe, dass sich im Pizzabelag Analogkäse versteckt.

Übrigens: Es gibt auch unechten Schinken – den Analogschinken. Der besteht nur zum Teil aus Fleisch, das mit Wasser und Verdickungsmitteln gemixt wird. Angaben wie „Formfleisch“ deuten auf Imitate hin.

3. Zählen zwecklos: Den Pizzasorten-Dschungel durchblickt wohl niemand

Immerhin schränken Pizzerias ihre Speisekarten auf die rund zwanzig klassischen Sorten ein. Dann braucht Frau oder Mann nur eine halbe bis dreiviertel Stunde, um die unterschiedlichen Varianten durchzustöbern und die Auswahl nach und nach einzugrenzen.

Doch prinzipiell sind dem Pizzabelag keine Grenzen gesetzt. Jeder Hobbykoch, jeder Pizzabäcker, jeder Lebensmittelhersteller kann ständig neue Sorten erfinden. „Das ist aber auch das Spannende an der Pizza, man kann immer wieder Neues ausprobieren“, meint Luther.

Die Alternative: Einfach immer wieder die gute alte Pizza Salami bestellen.

4. Wer hat´s erfunden?

Die Italiener natürlich. Genauer gesagt: Eines Tages soll ein unbekannter Pizzabäcker aus Neapel auf die glorreiche Idee gekommen sein, den blassen Teigfladen mit knallroter Tomatensoße zu bestreichen. Geboren war die moderne Pizza.

5. Die größte Pizza der Welt

37, 4 Meter im Durchmesser soll sie sein, die größte Pizza der Welt. Zumindest haben Südafrikaner damit 1990 einen Weltrekord aufgestellt, der im Guiness-Buch der Rekorde verewigt ist.



Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de; 03.02.2010, aktualisiert am 09.02.2012
Bildnachweis: PhotoDisc/ RYF, Jupiter Images GmbH/Photos.com

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