Vitamin E (Tocopherol)

Das Zellschutzvitamin fängt Radikale ab und wird teilweise in Hautcremes eingesetzt. Viel Vitamin E liefern pflanzliche Öle

von Andrea Blank-Koppenleitner, aktualisiert am 09.03.2016

Planzliche Öle – die besten Quellen für Vitamin E. Viel davon enthalten Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl

Mauritius/AGE

Wozu braucht der Körper Vitamin E?

Vitamin E gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Es gibt unterschiedliche Formen, die Fachleute unter dem Begriff Tocopherole zusammenfassen. Am bekanntesten ist das Alpha-Tocopherol. Der Körper nimmt Vitamin E mit dem Nahrungsfett auf.

Vitamin E ist ein Zellschutzvitamin. Es schützt die Körperzellen vor schädlichen Einflüssen, zum Beispiel vor aggressiven Sauerstoffverbindungen (freie Radikale). Die Schutzfunktion von Vitamin E betrifft speziell auch den Fettstoffwechsel. Kosmetikhersteller setzen Vitamin E bisweilen Hautcremes und Sonnenschutzmitteln zu, weil es die Haut pflegen soll.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin E enthalten?

Gute Quellen für Vitamin E sind in erster Linie pflanzliche Öle. Nüsse, Samen, Butter und Eier enthalten ebenfalls Vitamin E, wenn auch in geringeren Mengen.

Tagesbedarf von Vitamin E und wie Sie ihn decken

Tagesbedarf: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für Erwachsene:

  • Frauen: 11 bis 12 mg, Schwangere: 13 mg, Stillende: 17 mg
  • Männer: 12 bis 15 mg
  • Ältere Menschen ab 65 Jahren benötigen eher etwas weniger als jüngere Erwachsene, für Kinder und Jugendliche gelten ebenfalls andere Werte

So decken Sie den täglichen Bedarf: Die empfohlene Tagesdosis von durchschnittlich 12 mg Vitamin E steckt zum Beispiel in zirka 20 Gramm Sonneblumenöl.

Wichtig ist, abwechslungsreich und ausgewogen zu essen. Damit der Körper Vitamin E gut verwerten kann, muss gleichzeitig Fett mit aufgenommen werden.


Was passiert bei einem Mangel an Vitamin E?

Ein Vitamin-E-Mangel kommt bei einer ausgewogenen Ernährung nur selten vor. Zu wenig Vitamin E bekommen bisweilen Menschen, die sich über lange Zeit entweder sehr fettarm oder sehr einseitig ernähren. Weitere Risikofaktoren sind bestimmte chronische Erkrankungen, bei denen die Aufnahme von Nahrungsfetten über den Darm gestört sein kann. Dazu gehören zum Beispiel: Zöliakie, chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, Kurzdarmsyndrom nach einer Darmoperation, Morbus Crohn des Dünndarms, Gallenwegserkrankungen. Auch Frühgeborene können gefährdet sein.

Mögliche Beschwerden eines Vitamin-E-Mangels: Störungen der Muskel- und Nervenfunktion.

Was passiert bei einer Überdosierung von Vitamin E?

Eine Überdosierung von Vitamin E über die Nahrung ist normalerweise nicht möglich. Denkbar wäre eine Überdosierung, wenn jemand über sehr lange Zeit Nahrungsergänzungsmittel mit hohen Vitamin-E-Dosen zu sich nehmen würde.

Bedenklich ist eine erhöhte Vitamin-E-Zufuhr möglicherweise für Menschen mit Blutgerinnungsstörungen und für solche, die Medikamente zur Blutverdünnung einnehmen. Denn bei zu viel Vitamin E steigt eventuell das Blutungsrisiko. Bei längerfristiger Einnahme hoher Vitamin-E-Dosen können unter Umständen zum Beispiel Magen-Darm-Probleme auftreten. Fachleute empfehlen daher, die jeweiligen Höchstwerte pro Tag nicht zu überschreiten.


Wichtiger Hinweis:
Lassen Sie sich vom Arzt oder Apotheker beraten, bevor Sie zu Vitaminpräparaten greifen. Nicht immer ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll. Eine Überdosierung oder falsche Kombination von Präparaten könnte womöglich mehr schaden als nutzen. Für Schwangere gelten die Empfehlungen des Frauenarztes.



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