Video: Zöliakie – wenn Gluten krank macht

Bei der Nahrungsmittelunverträglichkeit Zöliakie können Betroffene das Klebereiweiß Gluten nicht richtig verarbeiten. Unser Video gibt einen Überblick über Diagnose und Ernährungsumstellung
von Redaktion: Corinna Hilss / Kamera: Philipp Rabe, Tilo Abele / Schnitt: Jan Bläser, 20.04.2015

Brot und Brötchen, Kuchen und Müsli – Getreideprodukte gehören für die meisten Menschen zum täglichen Speiseplan. Nicht bei Rentnerin Helga Geldhauser. Als Zöliakie-Patientin verträgt sie Weizen, Roggen und Co. nicht. Ein Bissen Brot genügt und sie bekommt Durchfall. Lange wusste sie nicht, warum sie regelmäßig mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hatte. "Ich dachte, ich hätte mir eine Darminfektion geholt oder mich falsch ernährt. Ich konnte nicht ahnen, woher das kommt."

Risikogruppen für Glutenunverträglichkeit

Da die ehemalige Hauswirtschaftslehrerein auch Diabetes Typ 1 hat, geht sie regelmäßig zu Untersuchungen ins Klinikum München Bogenhausen. Hier wurde bei einem Bluttest festgestellt, dass sie an einer Glutenunverträglichkeit leidet, auch Zöliakie genannt. "Typ-1-Diabetiker oder Patienten mit einer Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gehören zu den Risikogruppen für eine Zöliakie", erklärt Professorin Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger, Chefärztin am Klinikum Bogenhausen. "Zu einer Zöliakie kann es in jedem Lebensalter kommen. Es ist wohl so, dass Frauen noch häufiger betroffen sind", sagt die Expertin. Die Patienten vertragen das Klebereiweiß Gluten nicht, das in den meisten Getreidesorten enthalten ist. Damit es nicht zu gefährlichen Folgeerkrankungen im Darmtrakt kommt, ist eine frühzeitige Diagnose wichtig.

Folgende Symptome können auf eine Gluten-Unverträglichkeit hinweisen: Durchfall, Völlegefühl, Übelkeit, Blutarmut, Gewichtsverlust, Vitaminmangel. Bei Verdacht auf Zöliakie macht der Arzt einen Bluttest und eine Magen-Darm-Spiegelung.

Zöliakie: Beschwerdefrei durch Ernährungsumstellung

Patienten haben die Unverträglichkeit zwar ihr Leben lang, bleiben aber beschwerdefrei, wenn sie Lebensmittel ohne Gluten essen. In unserem Artikel "Zöliakie: versteckte Glutenfallen" finden Sie eine Übersicht über Lebensmittel, in denen Gluten auch in geringen Mengen enthalten ist.

 


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