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So lagern Sie Obst und Gemüse richtig

Obst und Gemüse sind gesund. Aber leider oft auch schnell verderblich. Mit der richtigen Lagerung bleiben sie länger frisch und wichtige Vitamine besser erhalten


Schmecken frisch am besten: Radieschen, Karotten und Co.

Frühlingszeit ist Früchtezeit. Denn mit den Temperaturen steigt auch die Auswahl frischer saisonaler Obst- und Gemüsesorten auf dem Markt. Im April und Mai bereichern die ersten geernteten Erdbeeren, Rhabarber, Spargel und Spinat unseren Speisezettel.

Entscheidend sind Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Doch gerade Vitamine sind oft stark temperatur- und lichtempfindlich und werden bei falscher Lagerung schnell zerstört. Mit der richtigen Aufbewahrung hält sich Obst und Gemüse dagegen länger frisch und nährstoffreich. Jedoch lässt sich nicht jedes Obst oder Gemüse auf dieselbe Art und Weise lagern. Es kommt vor allem auf die richtige Temperatur und Luftfeuchtigkeit an.


"Auch bei Obst und Gemüse handelt es sich um lebendige Organismen, die atmen und Vorratsstoffe verbrauchen", erklärt Professor Reinhold Carle vom Institut für Lebensmitteltechnologie und Biotechnologie der Universität Hohenheim. Mit der richtigen Lagerweise lässt sich dieser Prozess verlängern. Ein Apfel etwa verbraucht nach und nach seine Wasserreserven und wird schrumpelig. Wenn Sie ihn aber in einem Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahren, können Sie das Austrocknen hinauszögern. Hierzu eignen sich zum Beispiel Kellerräume.

Südfrüchte gehören nicht in den Kühlschrank

Doch welche Sorten lagern besser im Kühlschrank und welche nicht? "Es gibt einen einfachen Trick, um das herauszufinden: Fragen Sie sich, in was für Klimazonen das Obst oder Gemüse heimisch ist", rät Carle. Wenn Sie sich danach richten, können Sie wenig falsch machen. Einheimische Sorten wie Brokkoli, Kohl und Rhabarber sind im Kühlschrank meist bestens aufgehoben.

Südfrüchte wie Mangos, Bananen und Co. sind dagegen keine niedrigen Temperaturen gewohnt. Deshalb erleiden sie im Kühlschrank schnell einen Kälteschock. Das Zellgewebe wird dabei beschädigt, bei Bananen bilden sich etwa braune Flecken. Meist bleibt das Obst trotz der äußeren Veränderungen aber weiterhin genießbar. Die ideale Aufbewahrungstemperatur für tropische Früchte liegt bei rund 13 Grad Celsius. Das gilt auch für südländisches Gemüse wie Tomaten, Zucchini oder Paprika.

Äpfel und Tomaten getrennt lagern

Ebenfalls wichtig: Äpfel und Tomaten sollten getrennt vom restlichen Obst aufbewahrt werden. Sie setzen große Mengen an Ethylen frei, das Obst und Gemüse schneller verderben lässt. Dabei handelt es sich um ein Pflanzenhormon, das den natürlichen Reifungsprozess in Gang setzt. In der Nähe von Äpfeln bekommen Früchte quasi eine Überdosis Ethylen ab, sie werden dann überreif und verderben. Auch viele andere Obstsorten wie Aprikosen, Birnen oder Bananen geben das Pflanzenhormon ab.

Sie können die Wirkung von Ethylen im Übrigen auch für Ihre Zwecke nutzen: "Legen Sie eine Banane zu einem unreifen Apfel", erklärt Carle. "Damit beschleunigen Sie den natürlichen Reifungsprozess beim Apfel."

Bei allen Tipps zur idealen Aufbewahrung: Am besten schmecken Obst und Gemüse immer noch frisch. So erhalten Sie auch die volle Menge Vitamine und Mineralstoffe – und leisten damit einen hervorragenden Beitrag zur gesunden Ernährung.

Die wichtigsten Sorten im Überblick:

Äpfel: An einem kühlen und feuchten Ort aufbewahren, am besten im Keller. Nicht mit anderem Obst und Gemüse lagern.

Bananen: Sie mögen es am liebsten trocken. Außerhalb des Kühlschranks halten sich Bananen rund drei bis vier Tage.

Erdbeeren: Sind wie andere Beerenarten sehr empfindlich. Am besten schnell verzehren oder abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So halten sie sich bis zu zwei Tage. Die Beeren sollten sich dabei möglichst nicht berühren, so können sich die ersten Schimmelsporen weniger schnell verbreiten.

Mangos: Wie die meisten Südfrüchte vertragen Mangos keine Kälte. Deshalb am besten in der Küche in einem Obstkorb aufbewahren.

Orangen: Reife Orangen lassen sich problemlos im Kühlschrank lagern. Nur noch nicht ganze ausgereifte Exemplare sollten vor Kälte bewahrt werden.

Rhabarber: Am besten in ein Küchentuch einwickeln und im Kühlschrank lagern. Haltbarkeit: etwa eine Woche.

Spargel: Ein sehr empfindliches Gemüse, das möglichst frisch verzehrt werden sollte. Er hält sich wie Rhabarber in ein Küchentuch eingewickelt am besten.

Tomaten: Nicht im Kühlschrank aufbewahren, da sie dort schnell schimmeln. Vom restlichen Gemüse trennen und an einem luftigen und trockenen Ort aufbewahren. Reife Tomaten halten sich rund fünf Tage.

Zucchini: Wie Tomaten gehören auch Zucchini nicht in den Kühlschrank. Sie bleiben möglichst lange haltbar, wenn man sie an einem kühlen und schattigen Platz aufbewahrt.




Bildnachweis: iStock/vikif

Stephan Soutschek / www.apotheken-umschau.de; 05.04.2011, aktualisiert am 29.05.2013
Bildnachweis: iStock/vikif

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