Die Ernährungsexpertin Dr. Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam-Rehbrücke (DIfE) deckt Diät-Fallen für Sie auf.
"Morgens bin ich gar nicht so hungrig. Ich spar mir das Frühstück."
Davon hält Olias nicht so viel. "Wer morgens gar nichts isst, der riskiert später Heißhungerattaken". Ein gesundes Frühstück gehört zu einen guten Start in den Tag dazu. Vollkornbrot mit fettarmem Kräuterquark oder belegt mit Gemüsescheiben liefert dem Körper Energie und Vitamine.
"Vollkornprodukte lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen und halten ihn auch lange auf einem konstanten Nivau. So kommt der Hunger nicht so schnell zurück." erklärt Olias. Eine Alternative wäre auch ein Müsli mit fettarmer Milch, frischen Früchten oder Fruchtsaft. Dabei müssen Sie nur darauf achten, dass Ihr Getreideprodukt nicht zu viel Zucker enthält.
Wer morgens keinen Bissen herunterbekommt, der muss sich natürlich nicht dazu zwingen. "Dann verschiebt man die erste Mahlzeit des Tages eben auf den späteren Vormittag", beruhigt Olias all jene, denen vor elf Uhr beim bloßen Gedanken an Nahrungsmittel ganz anders wird.
Heißhunger auf Fast-Food: Ist ein einziges Riesen-Burger-Maxi-Menü wirklich so schlimm?
"Wer jung, durchtrainiert und völlig gesund ist, der darf ruhig ab und zu auch Fast-Food essen", so Olias. Aber zur Regel sollten solche Mahlzeiten nicht werden. Weißmehlprodukte, wie das Burgerbrötchen verdaut unser Körper sehr schnell. Er verwandelt die Stärke in Traubenzucker und liefert so leere Kalorien. So kehrt dann auch der Hunger schnell wieder zurück.
Außerdem warnt unsere Expertin vor dem fettigen Fleisch und den Soßen. "Auch hier stecken viele versteckte Kalorien." Pommes Frites zählen nicht grade zu den gesunden Lebensmitteln, sie enthalten sehr viel Fett. Und auch die zuckerhaltigen Getränke liefern dem Körper überflüssige Kalorien. Besonders ratsam ist eine Burger-Mahlzeit also nicht. Ab und zu sündigen ist aber in Ordnung.
"Hier ein Keks, dort ein Glas Limo. Snacks muss ich beim Kalorienzählen doch nicht beachten, oder?"
"Doch, auf jeden Fall!", so Olias. "Am Ende des Tages zählt jedes, noch so kleine Kalorienchen." Limonade oder Fruchtsäfte enthalten oft viel Zucker. Trotzdem sättigen sie nicht. So nehmen wir leicht unbewusst zusätzliche Energie auf. Kekse bestehen zu einem hohen Prozentsatz aus Zucker und Fett – also auch kleine böse Kalorienfallen.
"30 bis 40 zusätzliche Kilokalorien täglich klingt nicht besonders schlimm. Aber über das Jahr summiert kommt da erschreckend viel zusammen", warnt die Expertin vom DIfE. Wer sich bewusst und gesund ernährt, muss aber nicht zwingend Kalorien zählen. "Mit Hilfe des Hunger- und Sättigungsgefühls reguliert der Körper die Kalorienaufnahme eigentlich im Normalfall selber", so Olias.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
27.11.2009, aktualisiert am 21.06.2011
Bildnachweis: Panthermedia/Marc Dietrich
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