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Inhaltsstoffe: Ballaststoffe regen den Darm an

Die Pastinake enthält zum Beispiel Folsäure. Der Gehalt an Kalium und Vitamin C ist bei dem Wurzelgemüse höher als bei der Karotte. Kalium wird unter anderem für die Weiterleitung von Nervenimpulsen gebraucht, Vitamin C zum Beispiel für den Aufbau des Bindegewebes. Ätherische Öle in der Pastinake sollen den Magen beruhigen.[1] Pastinaken gelten als leicht verdaulich, ihre Ballaststoffe wie Pektin regen den Darm an. Durch die enthaltene Stärke sättigt das Wurzelgemüse gut[2]. Pastinaken enthalten sogenannte Furocumarine[3]. In hohen Mengen genossen, können diese dazu führen, dass man eher einen Sonnenbrand bekommt, wenn man sich der Sonne aussetzt.

Herkunft: Ab dem 18. Jahrhundert fast vergessen

Pastinaken wurden bereits im Mittelalter in Deutschland angebaut. Weil Kartoffel und Möhre ihr den Rang abgelaufen hatten, geriet das einstmals wichtige Grundnahrungsmittel hierzulande ab dem 18. Jahrhundert nahezu in Vergessenheit[4]. Mittlerweile erlebt die Pastinake jedoch ein Comeback. Andere Begriffe für die Pastinake sind Pastenak, Pestnachen, Hammelkarotte oder Germanenwurzel[5].

Botanik: Erinnert an Wurzelpetersilie

Die Pastinake erinnert mit ihrem weißen Fleisch und ihrem beigefarbenen bis gelblichen Äußeren an die Wurzelpetersilie. Beide gehören zu den Doldenblütlern, doch mit bis zu 40 Zentimetern Länge ist die Pastinake wesentlich größer und schwerer. Für den Verzehr sollte man aber kleinere Exemplare bevorzugen.

Saison: Pastinaken-Ernte beginnt im Herbst

Die Erntezeit beginnt etwa Anfang November, bis Ende März sind Pastinaken aus heimischen Anbau im Angebot. Ihr Aroma verbessert sich noch einmal, wenn sie den ersten Frost zu spüren bekommen haben.

Lagerung von Pastinaken: Bitte kühl halten!

Im Gemüsefach des Kühlschranks halten Pastinaken etwa zwei Wochen. Am besten in ein feuchtes Tuch einschlagen, dann trocknen sie nicht aus. Pastinaken lassen sich auch einfrieren. Dann halten sie bis zu einem Jahr.

Tipps zur Zubereitung: Roh, gedünstet oder als Püree

Pastinaken haben eine würzigen, leicht süßlichen Geschmack. Zubereiten lassen sie sich ähnlich wie Karotten: Die Wurzel waschen, schälen und dann verarbeiten. Zusammen mit Kartoffeln kann die Pastinake als Püree punkten, gedünstet ist sie eine schmackhafte Beilage zu Rind, Wild und Lamm. Geraspelt kann sie roh in Salate beigemengt werden. Sie eignet sich als Zutat in Suppen, Salaten oder Saucen. Beliebt ist die Pastinake auch als Beikost für Babys.

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Nährwerttabelle: Pastinake (pro 100 Gramm)

Energie

kcal

63

Fett

gesamt (g)

Spuren

Kohlenhydrate

gesamt (g)

12

Mineralstoffe (mg)

Natrium (Na)

8

Kalium (K)

520

Calcium (Ca)

50

Magnesium (Mg)

25

Phosphat (P)

80

Eisen (Fe)

0,7

Zink (Zn)

0,8

Vitamine

Beta-Carotin (

µg)

20

Vitamin E (mg)

0,9

Vitamin B1 (mg)

0,08

Vitamin B2 (mg)

0,13

Vitamin B6 (mg)

0,11

Folsäure (µg)

60

Vitamin C (mg)

20

Quelle der Nährwertangaben: Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Die Nährwerttabelle

Leckere Rezepte mit Pastinaken

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Italienischer Salat mit Pastinake

Für 4 Portionen: 200 g Pastinaken, 2 EL Olivenöl, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Pinienkerne, je 1 Bund Basilikum und Rucola, 200 g Kirschtomaten, 1 Zitrone, Salz, Pfeffer zum Artikel

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Pastinaken mit Nudeln und rotem Pesto

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Quellen: