Machen Suppen satt?

Suppen sind beliebt – vor allem im Winter. Aber machen sie auch satt? Welche Varianten sind gesund? Und eignen sich Suppen vielleicht sogar zum Abnehmen?

von Sophie Schöninger, 05.02.2015

Suppen wärmen so schön von innen

YourPhotoToday/Phanie Burger

"Meine Suppe ess´ ich nicht", sagt der Suppen-Kaspar im weltberühmten Kinderbuch "Struwwelpeter". Und was hat er davon? Er stirbt. Im echten Leben sind die Auswirkungen einer Suppenverweigerung natürlich bei Weitem nicht so dramatisch. Aber beim Verzicht auf Suppe bringt man sich definitiv um einen kulinarischen Genuss sowie um ein potenziell gesundes Lebensmittel.

Suppen: Voller Magen – meist wenig Kalorien

Suppen enthalten einen hohen Wasseranteil. Das bedeutet: voller Magen mit vergleichsweise wenig Kalorien. Der geringe Kaloriengehalt gilt allerdings nur für Suppen auf Brühebasis. Kippt man Sahne oder Creme Fraiche dazu, erhöht sich die Kalorienanzahl deutlich.


Dasselbe gilt für gehaltvolle Suppeneinlagen wie zum Beispiel fettiges Fleisch oder Knödel mit vielen Kalorien. Manche Suppen wie die französische Zwiebelsuppe werden mit Brot und Käse überbacken – auch das liefert eine Menge Extrakalorien.

Suppen mit Einlage oder Gemüsestückchen sättigen länger

Doch zurück zu den guten Seiten von Suppen: Sie sind sehr verträglich, da sie vorwiegend gekochte Lebensmittel enthalten. Das warme Gefühl im Bauch macht schnell satt und zufrieden. Allerdings verweilen Flüssigkeiten nicht besonders lange im Magen – Suppen sättigen darum nicht so nachhaltig wie feste Speisen. Deswegen ein kleiner Trick: Suppen nicht allzu fein pürieren, sondern gerne noch etwas stückig lassen. Dann machen sie länger satt.

Besonders empfehlenswert sind Gemüsesuppen. Sie liefern Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Dadurch, dass man das Kochwasser nicht wie sonst beim Kochen von Gemüse wegkippt, rettet man viele gesunde Inhaltstoffe, die sonst im Ausguss landen. Am besten verwendet man regionales Gemüse, das ist meist etwas preisgünstiger und schont wegen kürzerer Transportwege die Umwelt.

Tipp: Suppen eignen sich auch wunderbar zum Resteverwerten. Aus dem letzten Stück Sonntagsbraten, den übrig gebliebenen Kartoffeln, Suppengrün und ein paar Gewürzen wie beispielsweise Lorbeer und Piment können Sie mit Brühe einen köstlichen Eintopf zaubern.

Suppe als Vorspeise: Brühe statt Cremesüppchen

Wer als Vorspeise eine Suppe bestellt, kann beim Hauptgang Kalorien einsparen. Der Magen wird bereits ein wenig vorgefüllt, die Sättigung tritt früher ein. Aber auch hier gilt: Wählen Sie lieber eine Brühe als das Cremesüppchen. Sonst verputzen Sie mit Suppe plus Hauptgericht schnell mehr Kalorien als bei einem Mittagessen mit nur einem Gang.



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