Kinder schnitzen zu Halloween gerne Kürbisfratzen. Doch eine leckere Kürbissuppe verschmähen sie sicher auch nicht!
Ob birnenförmig, platt oder kugelrund, grünlich oder in kräftigem Orange. Es gibt nicht nur „den“ Kürbis. Es gibt über 850 verschiedene Kürbissorten. Bestimmt lassen sich ebenso viele Rezepte finden. Neben der klassischen Suppe, klingen auch Kürbis-Karotten-Curry oder Kürbis-Ravioli mit Parmesan nach einem lohnenswerten Versuch.
Doch nicht jeder Kürbis sollte ohne weiteres in den Kochtopf wandern. Gabi Kaufmann, Ernährungswissenschaftlerin beim Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn, erklärt, was Sie über Kürbisse wissen sollten.
Worin unterscheiden sich denn die typischen Speisekürbisse?
Unter anderem in Geschmack und Form. Während der Riesenkürbis, wie der Name schon sagt, ziemlich groß und schwer ist, weißt der Hokkaido deutlich kleinere Maße auf. Der rundliche Hokkaido schmeckt zudem sehr aromatisch. Die Sorte Butternut sieht dagegen birnenförmig aus und besitzt ein butterartiges-nussiges Aroma. Muskatkürbisse wiederum, sind größer, sehen etwas platter und grünlich aus. Sie schmecken muskatartig.
Worauf sollten Verbraucher beim Kauf achten?
Man sollte sich vergewissern, dass es sich tatsächlich um einen Speisekürbis handelt. Denn neben essbaren Kürbissen gibt es auch zahlreiche Zierarten. Doch die enthalten Bitterstoffe, die giftig wirken können. Ich empfehle daher, ein kleines Stückchen rohes Kürbisfleisch zu probieren, bevor man es zubereitet. Schmeckt das Fruchtfleisch bitter, sollte man die Finger davon lassen. Auch wenn es sich um einen Speisekürbis handelt, denn in Gärten sind auch Rückkreuzungen zwischen Speise- und Zierkürbissen möglich!
Wie lange sind Kürbisse in der Regel haltbar?
Am besten ist es natürlich, auch dieses Gemüse frisch zu verwenden. Einen Hokkaido würde ich zum Beispiel nicht viel länger als eine Woche aufheben. Wichtig ist, den ganzen Kürbis trocken und eher kühl zu lagern, allerdings nicht im Kühlschrank. Will man auch später im Jahr nicht auf Kürbisse verzichten, kann man diese zum Beispiel als Chutney einmachen oder die Kürbissuppe einfrieren. Auch vorher blanchierte Stückchen des Fruchtfleisches lassen sich einfrieren.
Woher kommt die orange-gelbe Farbe?
Das liegt am hohen Gehalt der Carotinoide. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die typischerweise gelblich bis orange-rot gefärbt sind.
Und was steckt alles Gesundes im Kürbis?
Zum Beispiel die Carotinoide, aus denen der Körper Vitamin A herstellt. Außerdem Mineralstoffe, besonders Kalium. Das ist für den Flüssigkeitshaushalt wichtig. Daneben kommen aber auch Kalzium, Magnesium, Eisen und andere Mineralien vor. Zudem enthält das Fruchtfleisch auch reichlich Ballaststoffe und hat nur wenig Kalorien.
Verzehrfertige Kürbiskerne des Ölkürbis zeichnen sich besonders durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren wie Linol- und Linolensäure aus.
Dr. Martina Melzer / www.apotheken-umschau.de;
05.10.2009, aktualisiert am 13.09.2010
Bildnachweis: iStock/Linda Jolanda
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