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Kate Middleton: War die Hochzeitsdiät gesund?

Hat die zukünftige Prinzessin vor der Hochzeit eine gefährliche Diät betrieben? Ernährungswissenschaftlerin Franca Mangiameli klärt auf. Außerdem: Wie gesund wird das Hochzeitsmahl aussehen?


Kate Middleton hat für die Hochzeit mit Prinz William stark abgenommen

Uniformen, Roben, Kronen, Pferde, Freudentränen und Liebe. Gibt es etwas schöneres als eine richtige, große Adelshochzeit? Endlich dürfen wir wieder einmal in feudalem Prunk und Prinzessinenträumen schwelgen, denn heute führt Prinz William von England seine langjährige Freundin Kate Middleton vor den Traualtar.

Millionen von Zuschauern verfolgen das Ereignis an ihren Fernsehern, vor Großleinwänden und am Rand der Strecke, die das Paar nach der Trauung durch London nimmt. William und Kate sind absolute Publikumslieblinge. Sie sind jung, verliebt und strahlen vor Glück. Trotzdem bereitet die zukünftige Prinzessin ihren Bewunderern in letzter Zeit einige Sorgen: Die einst gesund- und wohlproportionierte Kate hat deutlich an Gewicht verloren und ist mittlerweile erschreckend dünn geworden. Angeblich hat sie seit Anfang des Jahres streng nach der sogenannten Dukan-Diät gelebt.


Glaubt man den Medien, so soll Kate auf diese Weise in den letzten vier Monaten sieben bis acht Kilo abgenommen und sich so von Kleidergröße 38 auf 34 gehungert haben. "Die letzten Bilder sind vielleicht an der Grenze, aber wirklich besorgniserregend sieht die zukünftige Prinzessin noch nicht aus", urteilt Franca Mangiameli, Ernährungswissenschaftlerin aus Gießen. Weiter abnehmen sollte Kate Middleton allerdings nicht.

Was hat es mit der Dukan-Diät auf sich? "Die Diät besteht aus vier Phasen", so Mangiameli:

  • Phase 1 dauert laut der Ernährungsexpertin zwei bis sieben Tage. In dieser Zeit ernährte sich Kate Middleton – soweit sie tatsächlich nach dem Dukan-Prinzip abgespeckt hat – ausschließlich von Eiweiß. Magerjoghurt, Eiern (aber nur das Eiweiß) und mageres Fleisch sind erlaubt. Das Problem dabei: Der Körper bekommt kaum Fett. Zudem kann der hohe Eiweißkonsum Nierenpatienten schaden. Durch den Verzicht von Obst und Gemüse werden dem Körper wichtige Nährstoffe vorenthalten.
  • In Phase 2 ist zusätzlich zu dem Eiweiß ein wenig Obst und Gemüse erlaubt, aber laut Ökotrophologin Mangiameli immer noch nicht genug.
  • In Phase 3 durfte Kate etwas mehr Obst essen, ab und zu auch ein Brot. Einmal pro Woche ist ausgiebiges Schlemmen erlaubt, allerdings fettfrei. "Bis zu diesem Punkt bekommt der Körper also keine fettlöslichen Vitamine", warnt Mangiameli.
  • In Phase 4 darf die Prinzessin ganz normal essen, lediglich ein Eiweißtag pro Woche bleibt auf dem Programm. "Keinerlei Lerneffekt", bemängelt Mangiameli. Außerdem fehlen der Ernährungswissenschaftlerin insgesamt Obst, Gemüse und gesunde Fette wie Oliven- oder Nussöle auf dem Speiseplan.

Es gibt deutlich moderatere Ernährungsumstellungen, mit denen man auf gesunde und zusätzlich geschmackvollere Art und Weise abnehmen kann, urteilt die Ökotrophologin.


Was wird am Hochzeitsmahl serviert?

Der ehemalige Küchenchef des königlichen Palastes, Darren McGrady, hat in den Medien Tipps abgegeben, auf welche kulinarischen Genüsse sich die Gäste des Paares einstellen können. Da wären zunächst ein englischer Klassiker: Cottage-Pie. Ein Hackauflauf, der mit Kartoffelbrei überbacken wird. Was hält unsere Ernährungsberaterin davon? "Die Kombination aus Fett und Kohlenhydraten ist ungünstig. Ein typisches Industrieprodukt, die Natur hat so etwas nicht hervorgebracht", urteilt Mangiameli. Außerdem fehlt Gemüse.

Desweiteren rechnet McGrady mit Sausage Rolls, Würstchen im Blätterteigmantel. "Da die Prinzessin mittlerweile in Phase 4 der Dukan-Diät sein müsste, darf sie dieses Gericht essen. Gesund ist es aber nicht", so Mangiameli. Denn auch hier dominiert wieder die ungünstige Kombination von Fett und Kohlenhydraten, es fehlt Salat oder Gemüse. Mangiameli hat eine Daumenregel: Die Hälfte des Tellers sollte immer mit Salat, anderem Gemüse oder Obst gefüllt sein. "Das sind wasserreiche Lebensmittel, die Volumen liefern, also satt machen, ohne besonders hochkalorisch zu sein."

Unsere Expertin:


Franca Mangiameli ist Oecotrophologin aus Hamburg und Buchautorin. Sie ist Miteigentümerin der Ernährungsberatungsgesellschaft "Essteam".



Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de; 29.04.2011
Bildnachweis: dr-ambrosius-giessen.de, Getty Images/Jeff J. Mitchell

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