Droht Babys Gefahr aus dem Fläschchen?
CML, ein Umbauprodukt der Aminosäure Lysin, kann Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen. Außerdem wird es in Verbindung mit Diabetes (Zuckerkrankheit) und bestimmten Nierenfunktionsstörungen gebracht. „Ein Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme kann nicht ausgeschlossen werden“, folgern Forscher der TU Dresden aus Fütterungsversuchen mit Ratten, bei denen sich CML in den Nieren der Tiere stark angereichert hatte.
Die Arbeitsgruppe wies erhebliche Mengen der Substanz Carboxymethyl-Lysin (CML) in Backwaren und Milchprodukten nach. Lebensmittelchemikerinnen der Universität Erlangen-Nürnberg fanden das Reaktionsprodukt zudem in Babymilch und Babymilchpulver aus dem Handel.
Wie sich die CML-Bildung bei der Erhitzung von Lebensmitteln vermeiden ließe, ist zwar nach derzeitigem Wissensstand noch unklar. Die Erlanger Lebensmittelchemikerinnen regen aber an, dass die Hersteller von Babymilch und Babymilchpulver ihre
Verfahren zur Haltbarmachung und Trocknung vorsorglich überprüfen. „Wir wissen nicht, wie schädlich CML ist“, so die Forscherinnen, „aber es ist auf jeden Fall ein Kunstprodukt, das in Muttermilch nicht vorkommt.“
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Spiegel.de/GesundheitPro.de
Spiegel.de/GesundheitPro.de;
05.08.2005, aktualisiert am 28.06.2010
Bildnachweis: Fotolia/PHB.cz/2010
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