Draußen ist es nass und kalt. Das ist ungemütlich und schnell holt man sich bei diesem Wetter einen Schnupfen. Da kann es nicht schaden, gesund zu leben und sich zum Beispiel mal einen vitaminreichen Frucht- oder Gemüse-Cocktail zu spendieren.
An den Saft der Orange kommt man zur Not noch mittels purer Körperkraft und einem Hand-Entsafter. Wer aber versucht auf diese Art eine Karotte auszupressen, der wird sich ob der Ausbeute wahrscheinlich eher enttäuscht zeigen. Am effektivsten ist die Saftgewinnung mit einem elektrischen Entsafter.
Das richtige Gerät zum Entsaften
Hierbei gibt es zwei Systeme, die die begehrten Tropfen aus Obst, Gemüse und Kräutern quetschen: entweder eine Presse oder eine Zentrifuge. Die elektrischen Pressen sind in der Regel sehr teuer und fallen somit für den privaten Gebrauch aus. Allerdings ist es die schonendere Art, dem Gemüse an die Flüssigkeit zu gehen.
Die Zentrifuge schleudert mit sehr hoher Geschwindigkeit das vitaminhaltige Nass aus den bunten Lebensmitteln. Diese Geräte sind in der Regel bezahlbar und erbringen auch eine sehr gute Ausbeute. Es lohnt sich, beim Kauf auf ein paar Punkte zu achten. Zum einen sollten Sie checken, ob die Einzelteile spülmaschinenfest sind. Auch braucht das Gerät ein gewisses Eigengewicht oder zumindest kleine Saugnäpfe an der Unterfläche, sonst hüpft es bei der Arbeit durch die ganze Küche.
Praktisch ist übrigens auch ein größerer Einfüllstutzen, dann müssen Sie das Füllgut nicht zerteilen, bevor sie es seinem Schicksal entgegenwerfen. Es gibt regelmäßig Testberichte über die verschiedenen Entsafter. Ein Blick darauf kann sicher nicht schaden. Immerhin zählen die Maschinen immer noch zu den Luxusgeräten in der Küche.
Der Umgang mit den Zutaten
Nun kommen wir zum Obst und Gemüse selbt, den Zutaten also. Es ist immer sinnvoll, Früchte zu kaufen, die gerade Saison haben. Sie sind frischer und günstiger als Waren, die bereits einen langen Weg hinter sich gebracht haben. Außerdem sollten Sie immer darauf achten, dass die Nahrungsmittel noch haltbar sind. Verschimmelte Lebensmittel gehören nicht in den Entsafter, sondern in den Abfalleimer.
Vor dem Pressen müssen Sie das Quetschgut immer gut waschen. Sonst geraten Chemikalien oder Insektenmittel – mit denen viele Früchte behandelt werden – mit in das gesunde Getränk. Kirschen, Pflaumen oder Pfirsiche dürfen nur entkernt in den Entsafter wandern.
Was Sie für Säfte produzieren, bleibt Ihrem Geschmack und Ihrer Fantasie überlassen. Sie können pure Drinks herstellen oder wilde Mischungen. Auch Obst-Gemüse-Kombinationen schmecken toll. Verfeinern lassen sich die bunten Drinks auch mit Kräutern oder Gewürzen. Wer es gerne etwas schärfer mag, kann ein Stückchen Ingwer in die Maschine schmeißen. Das schmeckt super und die Knolle enthält Vitamine und andere gesunde Inhaltsstoffe, die Magen-Darm-Beschwerden wie beispielsweise Völlegefühl entgegenwirken können.
So gesund kann trinken sein
Ein kurzer Überblick über die gesunden Inhaltsstoffe verschiedener Entsafter-Klassiker:
Äpfel: Enthalten viel Pektin und Vitamine.
Karotten: Enthalten viel Betakarotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Dieser Stoff ist wichtig für den Sehvorgang.
Ananas: Enthält Vitamine, Mineralstoffe und Enzyme.
Birnen: Enthalten unter anderem Vitamin C und Folsäure. Außerdem handelt es sich um ein Obst mit hohem Wasseranteil. Das ist natürlich besonders bei der Saftherstellung von Vorteil.
Sellerie: enthält viele Vitamine und auch ein flüchtiges Derivat des Testosterons. Daher soll das Gemüse auf Frauen aphrodisierend wirken.
Zitrusfrüchte: Enthalten Vitamin C und Selen.
Rote Beete: Enthält den roten Farbstoff Betanin. Außerdem ist die Knolle eisenhaltig und liefert Folsäure. Beides benötigen wir für die Blutbildung.
Kirschen: Enthalten Kalium und Zink und liefern außerdem reichlich B-Vitamine.
Sophie Kelm / www.apotheken-umschau.de;
07.12.2010, aktualisiert am 07.12.2010
Bildnachweis: Fotolia/Andriy Goncharenko/2010
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