Wer etwas auf sich hält, greift nicht zum Burger – pfui, viel zu ungesund und zu viele Kalorien. Er wählt einen Döner. Schmeckt gut, ist gesünder und hat diesen Hauch von Weltoffenheit und Multikulti. "Schmeckt gut" stimmt meistens. Aber ist der Döner echt so gesund?
Nein, sagt eine Untersuchung aus England: Der Döner ist keine Wohltat für den Körper. Vor allem ist er eine Kalorienbombe. Mit bis zu 2.000 Kilokalorien deckt manches Exemplar den ganzen Tagesbedarf einer Frau. Dabei auch schlecht: Der hohe Fettanteil. Ausgerechnet die ungesunden gesättigten Fettsäuren sind reichlich enthalten. Der Salzgehalt ist ebenfalls zu hoch: Er deckt immerhin zu 98 Prozent den Tagesbedarf eines Durchschnittsmenschen.
Gläubige Muslime werden empört sein: Der Döner – zumindest in Großbritannien – enthält in seltenen Fällen Schweinefleisch, das defintionsgemäß eigentlich nicht enthalten sein sollte. Aber wer aus der Türkei kommt, wird ohnehin nicht viel mit der hierzulande erfundenen Variante seines Gerichts anfangen können: Mayonnaise, Joghurtsauce oder Weißkraut waren im "Ur-Döner" aus Anatolien nämlich gar nicht vorgesehen.
Dass es sich um eine britische Untersuchung handelt, beruhigt nur wenig. Zwar liebt die englische Küche Fett in jeder Variation, die deutsche aber bringt immerhin die dicksten Europäer hervor. Die Döner-Situation dürfte hierzulande also mindestens ähnlich aussehen. Wer sich den Döner gar nicht verkneifen kann, sollte ihn sich individuell zusammenstellen lassen. Mit viel Gemüse und wenig Fleisch. Auch an der fetten Sauce und Mayonnaise sollte man sparen. Und vor allem: Nur selten der Döner-Dröhnung frönen.
LACORS / GesundheitPro;
28.01.2009, aktualisiert am 26.06.2010
Bildnachweis: Panthermedia/Oliver Thomann
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