Ökologischer Landbau ist mehr als nur das Weglassen von Ackergiften
Ein Bio-Bauernhof ist ein ganzheitliches System aus Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen. Das Ziel ist, dieses System in einer Art Kreislauf so zu bewirtschaften, dass möglichst wenig Nährstoffe von außen zugeführt werden müssen und dennoch die Böden nicht ausgelaugt werden.
Bio-Landwirte benutzen keinen Kunstdünger, also keine chemisch- synthetischen Stickstoff- Verbindungen. Statt dessen setzen sie auf Pflanzen wie Bohnen, Erbsen, Lupinen oder Klee. Diese können mit Hilfe von Bodenbakterien Stickstoff aus der Luft binden und im Boden anreichern. Gleichzeitig lockern sie den Boden und dienen als Gründüngung oder als Futterpflanzen für Tiere. Die Ausscheidungen der Tiere (Mist, Gülle) sowie pflanzlicher Kompost vom Hof dienen als Ackerdünger.
Bio-Bauern dürfen Pflanzenkrankheiten und Schädlinge nicht mit synthetischen Pflanzenschutzmitteln bekämpfen. Sie haben vorbeugende Methoden. Dazu gehört beispielsweise die Fruchtfolge: Die auf einem Feld angebauten Kulturpflanzen werden gewechselt. Dadurch können sich spezialisierte Schädlinge nicht so leicht ausbreiten wie in Monokulturen. Angelegte Hecken oder Biotope fördern Nützlinge.
Jungpflanzen müssen ökologisch gezogen sein. Gentechnisch verändertes Saatgut oder Jungpflanzen sind verboten.
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